Dem Zollhund „Hardy“ dürften viele Menschen in Bayern bereits begegnet sein, wahrscheinlich aber ohne zu wissen, wer da an ihnen entlangschnüffelt. „Hardy“ hat viele Jahre am Münchner Flughafen gearbeitet und dort vornehmlich bei Passagieren und deren Koffern nach Drogen gesucht. Doch damit machte der schwarze Labrador zuletzt Schluss und genießt nun seinen Ruhestand.
Denn wie das Hauptzollamt München mitteilte, geht „Hardy“ in Rente – nach mehr als zehn Jahren „engagierter und erfolgreicher Arbeit“. Der ausgebildete Rauschgiftspürhund habe in seiner Karriere „unzählige Einsätze geleistet und dabei maßgeblich zur Sicherheit an unseren Grenzen beigetragen“, heißt es in der Erklärung.
Zollhund vom Flughafen München hat über 30 Kilogramm Betäubungsmittel erschnüffelt
Dabei hat die trainierte Nase des Hundes so einiges an Rauschgift aus Koffern, Taschen und Jacken zutage gefördert. Insgesamt habe „Hardy“ in seinen Dienstjahren mehr als 30 Kilogramm Betäubungsmittel erschnüffelt, teilen die Zollbeamten mit. Zudem eine Menge Marihuana. Einmal waren es rekordverdächtige 28,5 Kilogramm Cannabis auf einmal, wie der Zoll im vergangenen Jahr auf X mitteilte. Damals verrieten die Beamten nicht nur, dass „Hardys“ Lieblingsspielzeug ein Gummiball ist und er der einzige Labrador am Münchner Flughafen und bundesweit war, sondern die Rasse auch sonst zu den „Diensthund-Exoten“ gehöre.
Bei seinen Kolleginnen und Kollegen war der Hund „äußerst beliebt“, hieß es da zudem. Auf den Kommentar eines Users hin, ob der Hund denn genug Streicheleinheiten bekäme, antworteten die Zöllner: „Er kann sich vor Streicheleinheiten kaum retten.“
„Hardy“ wurde vom Zoll und dem Münchner Flughafen verabschiedet
„Hardy“ habe „nicht nur hervorragende Arbeit geleistet, sondern auch das Herz vieler Kolleginnen und Kollegen gewonnen“, sagte Stephanie Nusser, Leiterin des Hauptzollamts München, zu seiner Verabschiedung. „Sein Beitrag zur Sicherheit und seinen unermüdlichen Einsatz werden uns immer in Erinnerung bleiben.“ Auch der Flughafen München wünschte auf X: „Einen schönen Ruhestand und alles Gute!“
So geht es Zollhund „Hardy“ aus München im Ruhestand
Und wie ergeht es „Hardy“ in den ersten Wochen seines Ruhestands? Wie der Zoll mitteilte, wohnt der Labrador bei seinem Diensthundeführer, „wo er weiterhin geliebt und geschätzt wird“. Wie der Bayerische Rundfunk nun erfahren hat, lässt es sich der mittlerweile zwölfjährige Hund in einem Haus mit Familie und Garten im Umland des Flughafens gut gehen. Er liege bevorzugt auf seinem Bettchen und gehe gerne weite Strecken Gassi, heißt es in dem Bericht. Dabei schnüffle er überall herum, nicht mehr ganz so zielgerichtet wie in Dienstjahren, aber immer noch gerne. „Hardy“ verstehe sich zudem gut mit seiner Zoll-Nachfolgerin, die ebenfalls im Haushalt wohne: die Schäferhündin „Auri“.
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