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Anonymous: Hacker-Angriff auf CIA

Anonymous

Hacker-Angriff auf CIA

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    Aktivist von Anonymous: Der Hackergruppe ist es gelungen, vertraulich eingestufte Unterlagen aus dem Kundus-Untersuchungsausschuss ins Internet zu stellen. Nun sollen die Aktivisten die Website der CIA lahmgelegt haben. Foto: Marc Tirl/Archiv dpa
    Aktivist von Anonymous: Der Hackergruppe ist es gelungen, vertraulich eingestufte Unterlagen aus dem Kundus-Untersuchungsausschuss ins Internet zu stellen. Nun sollen die Aktivisten die Website der CIA lahmgelegt haben. Foto: Marc Tirl/Archiv dpa

    Unbekannte Hacker haben für mehrere Stunden die Website des US-Geheimdienstes CIA lahmgelegt. Auch Internetseiten der Vereinten Nationen, eines mexikanischen Bergbau-Verbandes und des US-Bundesstaates Alabama wurden angegriffen. Wer dahintersteckte und warum, ist unklar. Zunächst lenkten angebliche Aktivisten der Hacker-Bewegung Anonymous die Aufmerksamkeit auf sich. Im Internet teilten sie Medienberichten zufolge mit, dass sie für den Angriff verantwortlich seien. Dies stellte die Gruppe kurze Zeit später jedoch wieder in Frage.

    Die CIA-Website war von Freitagabend bis Samstagmorgen nicht erreichbar. Sie wurde möglicherweise von einer sogenannten DDoS-Attacke außer Gefecht gesetzt. Dabei wird ein Web-Server mit Daten-Anfragen überhäuft, bis er unter dieser Last in die Knie geht. Die Webpräsenz des Geheimdienstes dürfte zu gut geschützten Websites gehören. Eine Verteidigung gegen einen groß angelegten DDoS-Angriff (Distributed Denial-of-Service Attack) ist jedoch sehr aufwendig.

    Zuletzt hatte Anonymous auf diese Weise im Januar die Websites der Bundespolizei FBI und des US-Justizministeriums als Vergeltung für die Schließung der Online-Speicherplattform Megaupload angegriffen. Die Schließung des Online-Speicherdienstes Megaupload und die Festnahme seines deutschen Gründers Kim Schmitz hatten weltweit für Aufruhr gesorgt. Die Behörden werfen Kim Schmitz massive Urheberrechtsverletzungen vor. Das Prinzip seiner Plattform: Dateien mit wenigen Klicks online stellen und so anderen zugänglich machen. Der Nutzer lädt also seine Daten bei dem Filehoster hoch und bekommt dafür einen Download-Link. Diesen schickt er dann der Person, für die die Datei bestimmt ist. Solange ein Nutzer die Rechte an den Dateien hat, beispielsweise bei seinen eigenen Urlaubsfotos, ist die Weitergabe der Daten auch legal.

    CIA bestätigt Probleme mit der Website

    Die CIA bestätigte dem Nachrichtensender CNN und dem Online-Dienst CNET lediglich, dass es Probleme beim Zugang zur Website gab. In Alabama gab es auch Anzeichen dafür, dass sich die Angreifer Zugang zu Informationen des Bundesstaates verschafft haben könnten. Das wurde nach CNN-Informationen untersucht. Angebliche Anonymous-Aktivisten sorgten für Verwirrung, was die Urheber der Attacken angeht. Zunächst verwiesen sie selbst auf einen Online-Bericht des russischen Nachrichtensenders Russia Today, in dem es hieß, Anonymous habe die CIA-Website lahmgelegt. Später hieß es in einer Twitter-Mitteilung: "Wenn wir auf einen Hack oder eine DDoS-Attacke hinweisen, heißt es nicht unbedingt, dass wir es waren." Die Anonymous-Bewegung setzt sich für den freien Datenfluss, Redefreiheit und gegen Zensur ein. Unter dem Decknamen starteten Aktivisten schon zahlreiche Angriffe auf Banken, Kreditaktenfirmen oder Behörden. Die Hacker-Vereinigung ist aber nur locker organisiert; im Prinzip kann jeder in ihrem Namen sprechen, ohne dass dies sicher überprüft werden kann. Die Aktivisten schließen sich zumeist ad hoc zu einzelnen "Operationen" zusammen. Bekanntgeworden war das Kollektiv vor allem mit Angriffen auf Firmen, die dem Enthüllungsportal Wikileaks die Zusammenarbeit aufgekündigt hatten, etwa Mastercard. dpa, AZ

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