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Geldmangel bei Enthüllungsplattform: Wikileaks: Vorübergehendes Aus wegen Finanzproblemen

Geldmangel bei Enthüllungsplattform

Wikileaks: Vorübergehendes Aus wegen Finanzproblemen

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    Die Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks hat offenbar Finanzprobleme.
    Die Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks hat offenbar Finanzprobleme. Foto: dpa

    Die Enthüllungsplattform "Wikileaks" wird vorübergehend keine geheimen Dokumente mehr veröffentlichen. Mangels Geldes werde die Veröffentlichung geheimer US-Regierungsdokumente ausgesetzt. Wegen einer finanziellen "Blockade" durch Unternehmen wie die Kreditkartenriesen Visa und Mastercard sei Wikileaks gezwungen, "vorübergehend" seine Veröffentlichungen auszusetzen und  sich auf "aggressives" Fundraising zu konzentrieren, erklärte die  Plattform am Montag.

    Zuletzt viel Wirbel

    Zuletzt hatte es Wirbel um die ungeschwärzte Veröffentlichung  brisanter US-Botschaftsdepeschen gegeben. Wikileaks-Gründer Julian Assange machte hierfür die britische Zeitung "The Guardian" allein verantwortlich. Diese habe ein Passwort für die ungeschwärzte Version der Depeschen veröffentlicht und damit das Vertrauen von  Wikileaks missbraucht.

    Spektakuläre Enthüllungen durch Wikileaks

    Seit seiner Gründung 2006 ist Wikileaks für spektakuläre Enthüllungen gut. Nach dem Umbruch in Tripolis hatte das Web-Portal im August Dokumente im Internet veröffentlicht, bei denen es sich um Mitteilungen von US-Diplomaten zur Situation in Libyen handeln soll. Andere Wikileaks-Enthüllungen der vergangenen Jahre:

    Militärhandbuch für Guantánamo: Das Handbuch «Camp Delta Standard Operating Procedures» enthält Bestimmungen der US-Streitkräfte zum Umgang mit Gefangenen. Daraus veröffentlicht das US-Magazin «Wired» im November 2007 unter anderem einen Lageplan.

    Dokumente der Schweizer Julius Bär Bank & Trust Co: Die Papiere enthalten Daten von Bankkunden und Daten von Transaktionen auf die zu Großbritannien gehörenden Kaimaninseln, die als Steueroase gelten. Aufsehen erregen weniger die Dokumente an sich als vielmehr der vergebliche Versuch des Schweizer Instituts, im Februar 2008 gerichtlich gegen Wikileaks vorzugehen.

    Auszüge aus Verträgen zwischen der Bundesregierung und dem Lkw- Maut-Betreiber Toll Collect: Über die Enthüllung zu den Maut- Verträgen berichtet im November 2009 unter anderem das Internet- Portal heise.de.

    Video der US-Streitkräfte zu einem Luftangriff im Irak: Dieser im April 2010 von Wikileaks veröffentlichte Film mit Aufnahmen einer Bordkamera wird bei YouTube millionenfach abgerufen. Medien berichten, der Film dokumentiere einen Angriff auf Journalisten und andere Zivilisten.

    Afghan War Diary: Nahezu 92 000 US-Militärdokumente über den Afghanistan-Krieg enthalten Details über den internationalen Einsatz. «Spiegel Online» schreibt, die im Juli 2010 ins Netz gestellten Dokumente zeigten «ein ungefiltertes Bild des Krieges».

    US-Militärakten zum Irak: Fast 400 000 geheime Dokumente über Gräueltaten werfen ein grelles Licht auf den Krieg im Irak. Die Akten zeugen nicht nur von Folter und Tod in irakischen Gefängnissen. Sie beweisen auch, dass die USA und ihre Verbündeten bewusst weggeschaut haben. Die USA reagieren empört. Die Veröffentlichung im Oktober 2010 gefährde das Leben ihrer Soldaten.

    Vertrauliche Dokumente aus US-Botschaften: Ihre Veröffentlichung erschüttert im November 2010 die Weltdiplomatie und bringt die US-Regierung in Bedrängnis. Wikileaks veröffentlicht mehr als 250 000 brisante Dokumente, die einen schonungslosen Blick hinter die Kulissen der internationalen Politik bieten. Zugleich berichten fünf renommierte internationale Medien, darunter der «Spiegel». US-Außenministerin Hillary Clinton kündigt «entschlossene Schritte» gegen die Hintermänner an.

    Die US-Regierung, aber auch Menschenrechtsorganisationen hatten gewarnt, dass das Leben von Informanten der USA durch die Veröffentlichungen gefährdet sei. 

    Schon seit Langem auf Sparflamme

    Spektakuläre Enthüllungen durch Wikileaks

    Seit seiner Gründung 2006 ist Wikileaks für spektakuläre Enthüllungen gut. Nach dem Umbruch in Tripolis hatte das Web-Portal im August Dokumente im Internet veröffentlicht, bei denen es sich um Mitteilungen von US-Diplomaten zur Situation in Libyen handeln soll. Andere Wikileaks-Enthüllungen der vergangenen Jahre:

    Militärhandbuch für Guantánamo: Das Handbuch «Camp Delta Standard Operating Procedures» enthält Bestimmungen der US-Streitkräfte zum Umgang mit Gefangenen. Daraus veröffentlicht das US-Magazin «Wired» im November 2007 unter anderem einen Lageplan.

    Dokumente der Schweizer Julius Bär Bank & Trust Co: Die Papiere enthalten Daten von Bankkunden und Daten von Transaktionen auf die zu Großbritannien gehörenden Kaimaninseln, die als Steueroase gelten. Aufsehen erregen weniger die Dokumente an sich als vielmehr der vergebliche Versuch des Schweizer Instituts, im Februar 2008 gerichtlich gegen Wikileaks vorzugehen.

    Auszüge aus Verträgen zwischen der Bundesregierung und dem Lkw- Maut-Betreiber Toll Collect: Über die Enthüllung zu den Maut- Verträgen berichtet im November 2009 unter anderem das Internet- Portal heise.de.

    Video der US-Streitkräfte zu einem Luftangriff im Irak: Dieser im April 2010 von Wikileaks veröffentlichte Film mit Aufnahmen einer Bordkamera wird bei YouTube millionenfach abgerufen. Medien berichten, der Film dokumentiere einen Angriff auf Journalisten und andere Zivilisten.

    Afghan War Diary: Nahezu 92 000 US-Militärdokumente über den Afghanistan-Krieg enthalten Details über den internationalen Einsatz. «Spiegel Online» schreibt, die im Juli 2010 ins Netz gestellten Dokumente zeigten «ein ungefiltertes Bild des Krieges».

    US-Militärakten zum Irak: Fast 400 000 geheime Dokumente über Gräueltaten werfen ein grelles Licht auf den Krieg im Irak. Die Akten zeugen nicht nur von Folter und Tod in irakischen Gefängnissen. Sie beweisen auch, dass die USA und ihre Verbündeten bewusst weggeschaut haben. Die USA reagieren empört. Die Veröffentlichung im Oktober 2010 gefährde das Leben ihrer Soldaten.

    Vertrauliche Dokumente aus US-Botschaften: Ihre Veröffentlichung erschüttert im November 2010 die Weltdiplomatie und bringt die US-Regierung in Bedrängnis. Wikileaks veröffentlicht mehr als 250 000 brisante Dokumente, die einen schonungslosen Blick hinter die Kulissen der internationalen Politik bieten. Zugleich berichten fünf renommierte internationale Medien, darunter der «Spiegel». US-Außenministerin Hillary Clinton kündigt «entschlossene Schritte» gegen die Hintermänner an.

    Faktisch läuft die Arbeit von Wikileaks schon seit langem auf Sparflamme. Die Aktivisten veröffentlichten in den vorigen Monaten ausschließlich geheime Depeschen von US-Diplomaten aus dem Fundus, der ihnen in die Hände gefallen war. Spätestens nachdem die gesamte unverschlüsselte Datei mit der Korrespondenz in Umlauf gekommen war, erübrigten sich weitere Publikationen dieser Art. Assange hängt seit Monaten unter Aufsicht in Großbritannien fest, während über seine Auslieferung nach Schweden entschieden wird. Dort wird ihm sexueller Missbrauch vorgeworfen. (afp, dpa)

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