Geschäftszahlen: Der große Patzer von Google - Milliarden vernichtet
Geschäftszahlen
Der große Patzer von Google - Milliarden vernichtet
Mit einem Patzer hat der Internetriese Google Milliarden an Börsenwert vernichtet. Es war einfach kein guter Tag für Google.
30.10.19 - aktualisiert:
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Aufgrund eines Versehens sauste die Google-Aktie um 9 Prozent in die Tiefe, bis der Handel schließlich gestoppt wurde. Foto: Britta Pedersen/Archiv dpa
Ein Patzer bei Google hat große Folgen. Am Donnerstag sind noch während des laufenden Börsenhandels in New York Googles Geschäftszahlen zum dritten Quartal veröffentlicht worden. Zuerst herrschte Verwirrung, dann drückten die Händler auf den Verkaufsknopf. Denn massiv gestiegene Kosten - etwa durch den Kauf des Handyherstellers Motorola - ließen den Gewinn schmelzen. Erschwerend hinzu kam, dass Google weniger Geld pro Klick von seinen Werbekunden einnehmen konnte.
Google-Aktie sauste in die Tiefe
Die Aktie sauste um 9 Prozent in die Tiefe, bis der Handel schließlich auf Wunsch von Google gestoppt wurde. Firmensprecherin Rachel Whetstone schob die Schuld für den Fehler auf die Dienstleistungsfirma RR Donnelly, die eine unfertige Mitteilung ohne Genehmigung veröffentlicht habe. Der Handel mit den Aktien werde wieder aufgenommen, wenn die Mitteilung vervollständigt sei, erklärte die Sprecherin. Aktien von RR Donnelly fielen um mehr als 3 Prozent.
Immer wieder überrascht Google mit sogenannten Google-Doodles.
Die in Großbuchstaben gesetzte Zeile in der Google-Mitteilung "Zitat von Larry steht noch aus" (PENDING LARRY QUOTE) deutete von Anfang an auf einen Patzer hin. Larry Page ist einer der beiden Gründer und der amtierende Firmenchef von Google.
Geschäftszahlen von Google zu früh veröffentlicht
Üblich ist, dass die Zwischenbilanz nach dem Ende des regulären Handels an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq um 22 Uhr deutscher Zeit mitgeteilt wird, damit jeder Anleger die Zeit hat, sich in das umfänglich Zahlenwerk zu vertiefen. Nun kamen die Geschäftszahlen aber vier Stunden zu früh heraus in einer Pflichtmitteilung an die Börsenaufsicht SEC.
Demnach stieg der Umsatz um 45 Prozent auf 14,1 Milliarden Dollar (10,8 Mrd Euro). 2,6 Milliarden Dollar rührten dabei alleine von der Einbeziehung Motorolas her. Der Gewinn büßte dagegen um 20 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar ein. Auch hier wirkte sich Motorola aus, vor allem durch hohe Entwicklungskosten für neue Smartphones mit Googles Betriebssystem Android. dpa/AZ