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Sendeschluss: Digital-TV: So wird umgerüstet

Sendeschluss

Digital-TV: So wird umgerüstet

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    Farbenfroh, auf Dauer aber langweilig ist das Testbild. Einige Fernsehzuschauer werden ab dem 1. Mai in die Röhre schauen.
    Farbenfroh, auf Dauer aber langweilig ist das Testbild. Einige Fernsehzuschauer werden ab dem 1. Mai in die Röhre schauen. Foto: WoGi/Fotolia.com

    Etliche Zuschauer werden morgen von einem schwarzen Bildschirm überrascht werden. „Es ist immer noch einigen Menschen gar nicht bewusst, wie sie eigentlich empfangen“, sagt Michael Schidlack vom Branchenverband Bitkom. Heute wird das Signal für das analoge Sat-TV endgültig abgeschaltet. Millionen Betroffene in Deutschland sollten eigentlich schon längst auf digitalen Empfang umgestellt haben.

    Seit mehreren Jahren wird der Stichtag zur Abschaltung beworben

    Ende 2010 empfingen noch 2,9 Millionen Haushalte analoges Satellitenfernsehen, seitdem hat sich ihre Zahl bis auf 1,8 Millionen zum Jahresende 2011 verringert. Seit mehreren Jahren wird der Stichtag zur Abschaltung beworben. „Es gab eigentlich keinen Grund, bis fünf vor zwölf zu warten“, sagt Roland Stehle von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu).

    Meistens ist die Umstellung mit einem neuen Receiver erledigt. Nur in wenigen Fällen muss auch der LNB (Low Noise Block Converter), also der eigentliche Signalempfänger an der Satellitenschüssel, ausgetauscht werden. Auch der Wechsel zu Kabel, Internet-TV oder dem digitalen Antennenfernsehen DVB-T ist eine Alternative.

    Davon profitieren besonders Elektroindustrie, -handel und -handwerk.  „Das  ist  schon eine Art zusätzliches Konjunkturprogramm“, sagt Stefan Vollmer, Pressesprecher des Satellitenbetreibers Astra Deutschland. Er geht von einem zusätzlichen Umsatzpotenzial im dreistelligen Millionenbereich aus.

    Digitale Satelliten-Receiver boomen

    Von Januar bis April wurden nach Bitkom-Schätzungen in Deutschland rund 1,9 Millionen digitale Satelliten-Receiver verkauft und damit fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der verkauften Fernseher mit eingebautem Empfänger stieg. „Das ist ein Rekord, mit dem die wenigsten in der TV-Branche gerechnet haben“, erklärt Astra-Chef Wolfgang Elsäßer. dpa

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