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Ratgeber

09.07.2018

So finden Sie den passenden eBook-Reader

Perfekt für den Urlaub: Ein eBook-Reader, auf dem sämtliche Lieblingsbücher für den Strand gespeichert sind.
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Perfekt für den Urlaub: Ein eBook-Reader, auf dem sämtliche Lieblingsbücher für den Strand gespeichert sind.
Bild: Amazon

Dank moderner eBook-Reader lässt sich gleich eine ganze Bibliothek mit in den Urlaub nehmen. Wir haben die wichtigsten Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme zusammengestellt und erklären, worauf es sonst noch ankommt

Sonne, Meer und Strand - vielen Menschen genügt das im Urlaub nicht. Ein gutes Buch gehört für sie dazu. Immerhin bieten die schönsten Wochen des Jahres genug Zeit und Muße, um einen Roman zu lesen. Sollen gleich mehrere Bücher mit auf Reisen gehen, droht Enge im Reisegepäck. Nicht zuletzt deshalb schaffen sich gerade in diesen Wochen viele Leseratten einen eBook-Reader an. Denn er speichert mühelos einige hundert bis mehrere tausend Bücher. Doch worauf gilt es, bei einem Kauf zu achten? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

Bin ich ein eBook-Reader-Typ?

Sich mit den Details eines eBook-Readers auseinander zu setzen, ist sinnlos, wenn der Bücherfreund kein eBook-Reader-Typ ist? Nicht unbedingt. Wer das Papier beim Blättern in seinen Händen spüren will, der kann einem animierten Umblättern auf dem Bildschirm womöglich nichts abgewinnen. Allerdings: Vorurteile sind fehl am Platz! Das Ausprobieren eines Gerätes in einem Geschäft kann die Meinung schnell ändern.

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Welche Bildschirmgröße ist ideal?

Auf dem Markt sind eBook-Reader mit Bildschirmgrößen zwischen sechs und 9,7 Zoll. Wer auch Fachbücher mit Skizzen oder Fotos lesen will, ist mit einem größeren Bildschirm zwar gut bedient. Für das Lesen von Romanen im Urlaub reichen Geräte mit 6- oder 7-Zoll-Display aber in jedem Fall aus. In Abhängigkeit von der Bildschirmgröße sind eBook-Reader dieser Kategorie auch angenehm kompakt und leicht.

Welche Rolle spielt die Auflösung?

Wie Computer, Smartphone oder Tablet arbeiten auch eBook-Reader mit einer Punktdarstellung. Je mehr Punkte vorhanden sind, desto detailreicher ist das Bild. Diese Auflösung liegt bei preiswerten Geräten nur bei 800 mal 600 Bildpunkten, im Idealfall aber deutlich höher. In Abhängigkeit von der Bildschirmgröße ergibt sich dann eine Auflösung, die die Hersteller in „Dots per inch“ (dpi) angeben, also Punkte pro Inch, wobei ein Inch 2,54 Zentimetern entspricht. Hier gilt: Je höher der dpi-Wert, umso besser. Ab etwa 300 dpi kann das menschliche Auge keine einzelnen Punkte mehr erkennen, womit sich die Schrift auf dem Bildschirm eines eBook-Readers nicht mehr vom gedruckten Buch unterscheidet.

Wie wichtig ist die Hintergrundbeleuchtung?

Es gibt eBook-Reader sowohl mit als auch ohne Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms. Durch die verwendete Tintentechnologie lässt sich die Schrift grundsätzlich auch ohne eine solche zusätzliche Beleuchtung gut lesen, sofern ausreichendes Umgebungslicht vorhanden ist. Kurz gesagt: Überall, wo sich ein gedrucktes Buch gut lesen lässt, ist keine Hintergrundbeleuchtung bei einem eBook-Reader notwendig. Allerdings bietet eine solche zusätzliche Beleuchtung die Möglichkeit, auch dann zu lesen, wenn es eigentlich zu dunkel dafür ist. Das kann im Bett sein, im Campingzelt oder auch im Flugzeug. Wer die Hintergrundbeleuchtung nutzt, muss allerdings wissen: Sie reduziert die Akku-Laufzeit erheblich.

Wieviel Speicherplatz ist notwendig?

Grundsätzlich gilt: Selbst der preiswerteste eBook-Reader verfügt über ausreichend Speicherplatz für einige hundert Bücher, sofern keine Bilder enthalten sind. Wer also möglichst viele Romane ins Reisegepäck packen will, der muss sich um den Speicherplatz keine Gedanken machen. Wer allerdings seine ganze Buchsammlung archivieren will, der ist gut beraten, wenn zusätzlich zum internen Speicherplatz die Möglichkeit zur Aufrüstung mittels einer Speicherkarte besteht.

Welches System ist das Richtige?

Wer sich mit eBook-Readern beschäftigt, stößt schnell auf drei in Deutschland gängige Systeme: Die „Kindle“-Modelle von Amazon, das vom Buchhandel favorisierte „Tolino“-System und die „Powerbooks“. Die Frage, welches System „das Richtige“ ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Jedes hat seine Vor- und Nachteile. Wer aktuelle Buchtitel sucht, bekommt sie im Regelfall für alle drei Systeme.

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei Kindle?

Zusätzlich zu aktuellen Buchtiteln bietet Amazon für seine „Kindle“-Modelle auch jede Menge zusätzlichen Lesestoff. Nicht weniger als eine Million eBooks hat Amazon derzeit im Angebot. Auf die lässt sich mittels Flatrate zugreifen. Wer 9,99 Euro pro Monat bezahlt, kann die meisten Bücher lesen. Viele davon stammen von Autoren selbst und zählen zur sogenannten „Indie“-Szene, sind also nicht von Vorlagen auf den Markt gebracht worden. Zusätzlich zu den Buchtiteln bietet Amazon Programme für seine Geräte an, beispielsweise einen Vokabeltrainer. Viele eBook-Käufer entscheiden sich dennoch gegen Amazon. Dahinter steht vor allem die Sorge, dass das Unternehmen – wie in anderen Bereichen – fleißig Daten über das Konsum-Verhalten sammeln könnte. Vor allem legt sich ein „Kindle“-Käufer darauf fest, seine eBooks ausschließlich bei Amazon zu kaufen.

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei Tolino?

Die „Tolino“-Geräte entstammen einer Kooperation deutscher Buchhandelsketten wie Hugendubel, Thalia und Weltbild. Die aktuellen Modelle unterstützen das „ePub“-Format und ermöglichen daher auch die Nutzung von eBooks anderer Anbieter. Dabei kann es sich beispielsweise um die örtliche Bücherei handeln, so fern sie das „Onleihe“-Konzept unterstützt. Die eBook-Reader von „Tolino“ arbeiten teilweise mit einer Blaulichtreduzierung. Das wirkt sich insbesondere am Abend positiv aus, denn die Farbtemperatur bestimmt das Einschlafverhalten. Von der Fokussierung auf den deutschsprachigen Markt abgesehen gibt es eigentlich keine Nachteile des „Tolino“-Konzepts.

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei Pocketbook?

Mit dem Kauf eines „Pocketbook“-Modells erfolgt keine Festlegung auf einen bestimmten eBook-Anbieter. Auch die Nutzung einer Online-Bücherei ist problemlos möglich. Zahlreiche zusätzliche Programme ermöglichen beispielsweise die Verwaltung der persönlichen Bücherei oder das Betrachten von PDF-Dokumenten. Die Zahl der Pocketbook-Händler ist hierzulande aber in den vergangenen Jahren eher zurückgegangen. Entsprechend schwierig ist bei Bedarf die Unterstützung bei technischen Fragen.

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