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Aktion
30.07.2019

Was das Artenschutzpaket im Kreis Dillingen bedeuten kann

Der Bund Naturschutz verweist etwa auf die Umfahrung Höchstädt und plädiert für eine „echte Trendwende“

Der Bund Naturschutz sieht im Artenschutzpaket einen Aufbruch für die Rettung der Artenvielfalt in Bayern. „Wir begrüßen es sehr, dass die Mehrheit des Bayerischen Landtags den Willen der Bevölkerung für mehr Artenschutz verstanden hat und dies sogar mit einem weiteren Gesetz ergänzt hat“, sagt Richard Mergner, Landesvorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern (BN) in einer Pressemitteilung. Dass im Landkreis Dillingen 15,8 Prozent der Bevölkerung für das Volksbegehren gestimmt haben, sei ein klarer Auftrag an die Politik und die Gemeinden, die gesetzlichen Verbesserungen nun auf allen Ebenen mit Leben zu erfüllen, ergänzt Heidi Terpoorten, Vorsitzende der Kreisgruppe Dillingen, „Für eine echte Trendwende im Naturschutz benötigen wir mehr Flächenschutz und Schutz der Natur vor Zerstörung, das heißt den Verzicht auf den aktuellen sogenannten Kompromissvorschlag zur Umfahrung von Höchstädt.“ Der BN fordert dort möglichst flächenschonend vorzugehen und den Erhalt des Wasserschutzgebietes. Für den BN sind zudem grundlegende Änderungen der Rahmenbedingungen wichtig: „Viele Landwirte sind bereit für mehr Naturschutz, aber sie brauchen die richtigen Rahmenbedingungen“, so Mergner. Er erwarte von der Staatsregierung, dass sie aktiv an einer Ökologisierung der EU-Agrarpolitik arbeitet. Auch die Kommunen spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung. Mergner fordert eine gesetzliche Begrenzung des Flächenverbrauchs auf fünf Hektar pro Tag. Gerade im Landkreis bewege viele Menschen die Umgehung von Höchstädt; dort geht es laut Terpoorten im Kompromiss etwa um 60 Hektar Flächenverbrauch. In den Haushalt müssten die nötigen Mittel für mehr Personal eingestellt werden. „Die Umsetzung der Gesetze vor Ort erfordert viel Beratung, Aufklärung, fachliche Begleitung und auch Kontrolle, dafür braucht die Verwaltung an den Unteren und Höheren Naturschutzbehörden mehr Personal als bisher“, so Thomas Hefele, Zweiter Kreisvorsitzender. (pm)

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