Von Erich Pawlu
Höchstädt „Es ist ein Anliegen der Stadt Höchstädt, Künstlern eine Plattform zu bieten.“ Mit dieser Erklärung eröffnete Zweiter Bürgermeister Wolfgang Kohout die jüngste Kunstausstellung in der Schlosskapelle. Unter dem Titel „Gemalt- geschrieben-gehauen“ zeigen Jürgen Kintrup, Pater Hugo Weihermüller und Brigitte Wilhelm höchst unterschiedliche Arbeiten.
Geschliffen vorgetragene Laudatio
Über Themen und Techniken der ausstellenden Künstler aus dem Raum Nördlingen/Neresheim informierten sich bei der Vernissage zahlreiche Kunstfreunde. Die in geschliffener Sprache vorgetragene Laudatio des Künstlers Wolfgang Mussgnug, Nördlingen, erleichterte das Verständnis für die kontrastierenden Intentionen, die sich in den Exponaten widerspiegeln.
Bei den Bildern Jürgen Kintrups, so formulierte Mussgnug, gehe es um die Erfindung eines fragilen Gleichgewichts für die Illusion eines Raums. Auf der Basis eines Liniengefüges entstehe durch Auftrag verschiedener dünner Schichten eine von horizontalen und vertikalen Strukturen bestimmte architektonische Landschaft. Aber in den fast farblosen Aquarellen und in den kraftvollen Kohlezeichnungen gehe es nicht um die Darstellung definierter Orte, sondern um Erlebnisräume. Die Bildfläche werde „zum imaginären Raum, den man nur mit den Augen betreten kann“.
Benediktinerpater Hugo Weihermüller ist mit Zeichnungen vertreten, denen Wolfgang Mussgnug „eine ungeahnte Ästhetik“ bestätigte.
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Die Ausstellung ist bis zum 31. Mai außer montags täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.