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Höchstädt

13.05.2019

B16 Höchstädt: Jetzt nur nicht aufgeben

Die Verkehrssituation am Mühlenkreisel in Höchstädt. Viele Lkw fahren durch die Innenstadt und nehmen nicht den Lückenschluss.
Bild: Berthold Veh

Ein brisantes Schreiben aus dem Ministerium sorgt für Unruhe.

Es war ein Meilenstein. Endlich. Nach Monaten heftigster Debatten, begleitet von Demonstrationen, öffentlichen Anfeindungen und unzähligen Leserbriefen, hat der Höchstädter Stadtrat im Januar die Entscheidung getroffen, die eigene Trinkwasserversorgung aufzugeben. Die Kampfabstimmung ging knapp aus, aber die Mehrheit hat entschieden. Mit diesem Stadtratsbeschluss hat Höchstädt die Weichen für eine B16-Umfahrung im Norden der Stadt gestellt – eine andere Trassendiskussion endgültig auf Eis gelegt. Daran hat sich aktuell nichts geändert.

Was passiert mit dem Wasserschutzgebiet?

Das zuständige Bauamt arbeitet an der Planung für eine „WSG Nord“. Aber genau diese drei Buchstaben – WSG – stehen nun wieder im Mittelpunkt einer neuen Diskussion. Denn ein offizielles Schreiben des Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr beinhaltet einen Absatz, der für die Nordumgehung für Höchstädt eine neue Brisanz mit sich bringt. Es heißt, dass eine Prüfung seitens des Umweltministeriums ergeben habe, dass das Wasserschutzgebiet nicht einfach aufgelöst werden kann. Ganz im Gegenteil. Wenn die Stadt Höchstädt das WSG nicht nutze, dann werde sich der Freistaat dieses sichern. Das könnte zur Folge haben, dass der Ausbau aufwendiger und Baurecht vermutlich schwieriger erlangt werde, weil mögliche Klagen bei einem Straßenausbau durch ein Wasserschutzgebiet Erfolg haben könnten.

Keine Trassendiskussion führen

Hätte, wäre, könnte. Sicher ist nur: Es finden gerade Gespräche mit allen Beteiligten statt. Warum die zu diesem Thema ausgerechnet jetzt, nachdem der Stadtrat endlich eine Entscheidung zum Thema Trinkwasser gefunden hat, stattfinden, bleibt dahingestellt. Dass im Norden der Stadt ein Wasserschutzgebiet ist, ist ja nicht neu.

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Oft wird Höchstädt für seine leidigen Diskussionen zur B16, vor allem innerhalb des Stadtrates, belächelt und muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass nichts vorangeht. Das ist aber nicht fair. Es wird den Höchstädtern auch nicht leicht gemacht – von allen Seiten. Deshalb gilt es aktuell vielleicht so sehr wie noch nie: weitermachen und zusammenhalten. Keine weiteren Nebenschauplätze aufmachen, keine alten Diskussionen aufflammen lassen, erst recht nicht über andere Trassenführungen.

Was der Stadtrat entschieden hat

Denn trotz der klaren Aussage des Umweltministeriums hat sich aktuell an der Lage und der Planung nichts geändert. Auch das Staatliche Bauamt hält an der Nord-Trasse fest. Mit oder ohne Wasserschutzgebiet. Zudem ist momentan noch nichts entschieden. Und diese Zeit für eine Einigung, die vor allem den Höchstädter Bürgern helfen soll, muss den Verantwortlichen nun gegeben werden. So nah dran an einer Realisierung war Höchstädt noch nie. Und: Der Stadtrat hat sich entschieden, seine Trinkwasserversorgung aufzugeben. Er hat nicht entschieden, dass das Wasserschutzgebiet aufgelöst werden soll.

Lesen Sie den Bericht der Stadtratssitzung:

B16: Wird das Wasserschutzgebiet niemals aufgelöst?

Das ist in der wichtigen Januar-Sitzung entschieden worden:

Umgehungsstraße: Höchstädt stellt Weichen für B16 Nord

B16-Entscheid: Das geht in die Historie Höchstädts ein

B16: Frust, Erleichterung und viele Emotionen

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