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B16-Planung in Höchstädt: ziemlich dilettantisch

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Kommentar Von Berthold Veh
04.06.2019

Der Bürgerentscheid zur B16 in Höchstädt liegt schon 23 Jahre zurück.  Jetzt geht es bei der Planung wieder von Neuem los.

Die Planung der neuen B16 in Höchstädt ist ein Trauerspiel. 23 Jahre sind mittlerweile seit dem Bürgerentscheid vergangen, der eine Mehrheit für eine Umfahrung im Norden der Stadt gebracht hat. Mit dem Kompromissvorschlag, der jetzt zur Debatte steht, kehren die Planer und Politiker annähernd wieder zu dem Trassenverlauf zurück, der vor knapp einem Vierteljahrhundert zur Debatte stand. Das Wasserschutzgebiet könnte weitgehend erhalten werden, Höchstädt weiter sein eigenes Trinkwasser fördern. Dass es unzeitgemäß ist, ein Wasserschutzgebiet aufzulösen, war auch neben dem Landverbrauch das stärkste Argument der Nordumfahrungs-Gegner.

Monatelang vergebens diskutiert

Das Wasserwirtschaftsamt hätte dem Staatlichen Bauamt – die Straße plant ja der Bund – weit früher mitteilen müssen, dass das Umweltministerium der Auflösung des Wasserschutzgebietes niemals zustimmen wird. So hat der Höchstädter Stadtrat wieder einmal über Monate hinweg über ein Thema diskutiert, das sich nun in Schall und Rauch aufgelöst hat.

Das Planungschaos hat mehrere Gründe

Das Planungschaos in Höchstädt hat mehrere Gründe. Der Trassenverlauf ist immer noch höchst umstritten, obwohl sich das Bundesverkehrsministerium längst für eine Nordumgehung ausgesprochen hat. Die Abgeordneten Georg Winter, Ulrich Lange (beide CSU) und auch Johann Häusler (FW) sind beim Ringen um die B16 in Höchstädt wenig hörbar. Führung in der Debatte? Fehlanzeige. Und was das Staatliche Bauamt Krumbach und das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth zuletzt abgeliefert haben, wirkt ziemlich dilettantisch. Von einer Trasse durch das Wasserschutzgebiet habe man erst spät gehört, heißt es in Donauwörth. Da weiß die eine Behörde nicht, was die andere tut.

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Mindestens ein Jahr Zeitverzögerung

Jetzt soll also mit einer neuen Trasse geplant werden. Das dürfte wieder mindestens ein Jahr Zeitverzögerung bringen. Gratulation! In der Sache klingt der Kompromissvorschlag natürlich besser. Von einer idealen Lösung ist die Rede. Das hat es im Höchstädter Rathaus aber schon öfters geheißen. Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

Lesen Sie dazu auch den Bericht von Simone Bronnhuber: B16 Höchstädt: Muss die Trasse komplett neu geplant werden?

Hier finden Sie weitere Artikel: B16: Wird das Wasserschutzgebiet niemals aufgelöst?

Streit um das Höchstädter Wasser: Was sagt Rieswasser dazu?

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