Es ist ein wenig wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Darin spielt Bill Murray einen arroganten Wetteransager, der in einer Zeitschleife festsitzt und jeden Tag immer wieder dasselbe erlebt – solange, bis er als geläuterter Mann ins normale Leben zurückkehrt. Nun ist die geplante B16-Nordumfahrung für Höchstädt kein Film. Die Hauptakteure können auch nicht das Wetter vorhersehen. Und trotzdem hat man das Gefühl: Schon wieder? Denn seit Freitagvormittag ist bekannt, dass der Planungsentwurf für die B16 im Norden der Stadt erneut überarbeitet werden muss. Und plötzlich kann es sogar sein, dass das Wasserschutzgebiet, über das seit Monaten diskutiert wird, doch nicht so schnell oder gar nicht aufgegeben werden muss. Auch, wenn das wieder Verzögerungen bringen wird, so ist es dennoch ein kleiner Erfolg für die Höchstädter. Denn ihre Stimmen haben doch Gewicht – zumindest haben zwei Treffen mit wichtigen Vertretern der Politik, Ministerien und Behörden zur erneuten Überarbeitung des Planes geführt. Vielleicht wird die Straße nun zugunsten des Wasserschutzgebietes verlegt? Vielleicht kann aber auch das zu schützende Gebiet verschoben oder verkleinert werden? Alle Möglichkeiten werden nun geklärt. Natürlich drängt sich die Frage auf, warum erst jetzt. Von Kommunikationsproblemen unter den Behörden ist die Rede. Wenn das stimmt, ist das bei Projekten mit solchen Dimensionen kaum zu glauben und macht fassungslos. Ist die Umfahrung für die Donaustadt ja nicht urplötzlich ein Problem.
Umfahrung