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Binswangen: Ausgebüxtes Jungrind lässt sich nicht einfangen

Binswangen

Ausgebüxtes Jungrind lässt sich nicht einfangen

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    Das Jungrind, das am Montag in Binswangen davongelaufen ist, hält die Polizei und den betroffenen Landwirt weiter in Atem
    Das Jungrind, das am Montag in Binswangen davongelaufen ist, hält die Polizei und den betroffenen Landwirt weiter in Atem Foto: Michael Straub (Archiv, Symbolfoto)

    Das Jungrind, das am Montag in Binswangen davongelaufen ist, hält die Polizei und den betroffenen Landwirt weiter in Atem. Eine Spaziergängerin hatte das Tier nach Angaben der Wertinger Polizei am Freitagvormittag in einem Waldstück zwischen Binswangen, Roggden und Zusamaltheim entdeckt. In dem Gebiet gibt es auch eine Viehweide, auf der sich andere Rinder aufhalten. Die Frau verständigte die Polizei. Und der Landwirt, dem die Färse entwichen war, machte sich auf den Weg, um das Tier einzufangen. Allerdings ohne Erfolg.

    Ein weibliches Rind, das noch nicht gekalbt hat

    Er habe sofort die Arbeit liegenlassen. „Aber das Jungrind war schon wieder weg“, sagte der Binswanger Landwirt, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, auf Anfrage. Im Übrigen sei es keine ausgebüxte Kuh, sondern eine etwa 14 Monate alte Färse – also ein weibliches Rind, das noch nicht gekalbt hat. Der Landwirt vermutet, dass sich das Tier nicht einfangen lässt, es flüchte sofort, wenn jemand in die Nähe komme. Vermutlich müsse die Färse erschossen werden.

    Rückblick: Am Montag war in Binswangen beim Verladen eine Kuh davongerannt. Diese konnte vom Landwirt wohlbehalten eingefangen werden. Der Besitzer stellte am Abend aber fest, dass ein Jungrind aus seinem Stall ebenfalls stiften gegangen war. Drei Polizeistreifen suchten vier Stunden lang nach der flüchtenden Färse – vergeblich.

    Mithilfe eines Lassos?

    Wie man ein ausgebüxtes Rind einfangen kann, weiß Sabine Klostermeir vom Wertinger Landwirtschaftsamt. Sie sagt: „Am besten sollte man sie mit Kraftfutter anlocken.“ Ansonsten könne man beispielsweise auch ein Gatter aufstellen. Weil Rinder recht neugierig seien, würden diese vermutlich hineingehen. Die Expertin erklärt außerdem, dass die Berufsgenossenschaft bei Seminaren zeige, wie man mithilfe eines Lassos eine Kuh einfangen kann. Das sei aber nicht möglich, erläutert der Binswanger Landwirt, weil das Jungrind niemanden an sich heranlasse.

    Sabine Klostermeir erklärt, dass Kühe im Normalfall nicht aggressiv seien, sondern eher scheu. Eine Ausnahme stellten allerdings Mutterkühe dar, die ihre Kälber im Notfall verteidigen. (mit ellhö) Symbolfoto: Michael Straub

    Wer im Bereich Binswangen, Roggden und Zusamaltheim das frei laufende Jungrind sieht, soll sich unter Telefon 08272/99510 an die Polizei in Wertingen wenden.

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