Mit Pete Gavin gastiert am Sonntag, 21. Oktober, um 14 Uhr ein Urgestein des Rocks und Blues aus London in Birkenried. Vor rund 50 Jahren hat Pete Gavin seinen Job als Physiker geschmissen, um sich ganz der Musik zu widmen. Ein harter Schnitt, harte und entbehrungsreiche Jahre in Londoner Clubs und auf der Straße. Diese Zeit hat ihn geprägt und war die härteste und beste Lehre, heißt es in einer Pressemitteilung. Neben seiner eindringlichen Blues-Stimme und seiner Mundharmonika zählt eine echte Dobro-Metallgitarre aus den 30er-Jahren zum Gepäck.
Der Mann spiele eine der besten Slidegitarren in Deutschland, darin seien sich die Kritiker einig, heißt es. Bei ihm werden Erinnerungen an alte Bluesveteranen wie Sonny Boy Williamson und Robert Johnson, dem frühen Muddy Waters zum Leben erweckt. In seiner Stimme schwingen zugleich Stolz und Bitternis mit, aber auch die unbändige Kraft des „Jetzt-erst-Recht-Gefühls“. Manchmal zaubert er wunderbar perlenden Sound auf den Gitarrenhals, manchmal klingt er ungebärdig, zuweilen auch sperrig.
Touren durch Japan, USA und Europa halfen, seinen Stil zu prägen, bevor er sich schließlich in Deutschland niederließ. Zurzeit ist Pete mit seiner ‘Manzanita’ und der 1933 ‘Dobro’ Gitarre unterwegs. Im Gepäck gibt es die neue CD „shAnghAi’d With Respect“.
Der Eintritt ist wie immer frei, es wird gesammelt. Wie immer werden zur Matinee Kaffee und Kuchen sowie kalte Getränke gereicht. Für Kunstinteressierte sind die Galerien geöffnet und der große Skulpturenpark mit rund 100 Steinskulpturen und „Großwild“ aus Afrika aus alten Ölfässern lädt zu einem Rundgang ein. (pm)