Bachhagel Vier Tage vor Ablauf der Frist ging die Klage beim Bayerischen Verwaltungsgericht ein. 15 Privatpersonen fochten damit den Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumfahrung Bachhagel-Burghagel an. Ein Schritt, den Bürgermeisterin Ingrid Krämmel nicht nachvollziehen kann. „Das ist mir nicht ganz klar und ich verstehe das persönlich auch nicht. Schließlich hatten wir ja einen Bürgerentscheid“, sagte die Rathauschefin am Montagabend auf der Bürgerversammlung.
„Wenn es normal gelaufen wäre, dann hätten wir jetzt Baurecht und mit Sicherheit zu günstigen Konditionen ausschreiben können.“ Nun hänge man völlig in der Luft. Denn wie lange es dauern werde, bis das Gericht über die Zulässigkeit der Klage entscheide, könne keiner sagen. „Ob das ein halbes Jahr oder ein Jahr ist wissen wir nicht. Das kostet uns Zeit, Geld und Nerven“, so Krämmel. Insgesamt rechne man für die Umfahrung mit Kosten von 7,1 Millionen Euro und einem gemeindlichen Eigenanteil von 1,06 Millionen. Bisher seien für Planung und Grunderwerb bereits Kosten von 652000 Euro angefallen. Mittlerweile liege auch der Endbericht der Fledermausuntersuchungen vor, nach dem aufgrund von Winterquartieren im Steinbruch keine Sprengungen in den Wintermonaten durchgeführt werden dürften. Darüber hinaus seien für alle Bereiche mit erhöhtem Kollisionsrisiko Vermeidungsmaßnahmen erforderlich, die man auch erfüllen wolle, so Krämmel. Erfreut zeigte sich die Bürgermeisterin über den Fortschritt am Stegbrunnen und am Barfußpfad. Letzterer werde bereits erstaunlich gut angenommen, erklärte Krämmel. Und auch der Stegbrunnen lade schon bald zum Entspannen und Verweilen ein.
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