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Dillingen

26.10.2020

Damit im Landkreis Dillingen mehr mit Holz gebaut wird

Zwei Zimmerleute arbeiten an einem Holzhaus. In Dillingen traf sich jetzt der Vorstand der Zimmerer des Lankreises.
Bild: Ralf Lienert, Symbolbild

Wie wäre es mit einem staatlichen Zuschuss bei der Verwendung nachwachsender Rohstoffe? Die Zimmerinnung im Landkreis Dillingen hat noch mehr Ideen.

Die Mitglieder der Zimmererinnung im Landkreis Dillingen haben ihrem Vorstandsteam einstimmig das Vertrauen ausgesprochen. Alexander Gumpp bleibt Obermeister, dem Binswanger Holzbauunternehmer steht Christian Graf aus Steinheim als Stellvertreter zur Seite. Lehrlingswart ist Otto Killisperger aus Laugna, der mit Dominik Mayer (Medlingen), Jochen Körle (Oberglauheim), Matthias Ehnle (Eppisburg) und Tobias Stangl ( Schwenningen) zu den weiteren Vorstandsmitgliedern zählt.

Wichtig ist Obermeister Gumpp ein Team, das für die Zukunft gut aufgestellt ist. Deshalb betonte er bei der Innungsversammlung im IBL in Lutzingen: „Wir haben und wollen viele junge Vorstandsmitglieder, auch wenn sie noch nicht Betriebsinhaber sind.“ Damit die auch mitentscheiden können, übertragen die Betriebsinhaber den jungen Holzfachleuten ihr Stimmrecht.

Zwei Klassen sollen an der Berufsschule Donauwörth gebildet werden

Ein wichtiges gemeinsames Anliegen der Zimmererinnungen in den Landkreisen Dillingen und Donau-Ries ist der Schulsprengel Donauwörth. Ziel ist, zusätzlich zu den vier Klassen an der Berufsschule in Immenstadt zwei Klassen pro Ausbildungsjahrgang an der Berufsschule Donauwörth bilden zu können.

Um das frühestens ab dem Jahr 2023 realisieren zu können, würde auch ein Teil der Schüler der Innungen Augsburg und Aichach-Friedberg am nordschwäbischen Standort unterrichtet.

Alexander Gumpp, der auch Vizepräsident des Landesinnungsverbands und Vorsitzender des Kuratoriums von Proholz Bayern ist, meinte: „Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen.“ Mit der wohnortnahen Beschulung hofft der Obermeister, Berufsanfängern und Eltern die Entscheidung fürs Zimmererhandwerk zu erleichtern. Zimmerermeister Erwin Taglieber aus Oettingen, Präsident des Deutschen Holzfertigbauverbandes und Vizepräsident des Deutschen Holzwirtschaftsrats, ergänzte, dass die Nordschwaben auch aus dem südlichen Teil des Bezirks Zuspruch bekommen.

Erinnerungen an die letzte große Veranstaltung in Dillingen

Die Innungsmitglieder blickten auch auf die WIR 2020 zurück, die Regionalausstellung in Dillingen, „die letzte große Veranstaltung vor dem Lockdown“. Gumpp bedankte sich bei allen Mitwirkenden, die sich bei der Sonderschau Holz engagiert haben.

Er betonte: „Das war eine schöne Zusammenarbeit.“ Hier wurde gezeigt, wie die Zimmerer mit dem Rohstoff Holz arbeiten, welcher pro Kubikmeter eine Tonne CO2 bindet – im Gegensatz zu anderen Baustoffen, bei deren Herstellung Kohlendioxid erzeugt wird.

Bild: Brigitte Bunk

Aufgrund der Klimaschutzziele, die erreicht werden müssen, könnte sich Gumpp für künftige Häuslebauer einen staatlichen Zuschuss bei der Verwendung nachwachsender Rohstoffe vorstellen. „Das wäre ein guter Anreiz, um mit Holz zu bauen“, findet Gumpp.

Wie Unfälle vermieden werden sollen - auch im Landkreis Dillingen

Ein großes Thema bei den Zimmerern ist die Unfallverhütung. Erwin Taglieber, der die Zimmerer auch im Vorstand der Berufsgenossenschaft (BG) Bau vertritt, erklärte die neuesten Regelungen.

Er zeigte auf, dass viele schwere Arbeitsunfälle mit Leitern passieren. Plattformleitern sieht er als die sicherere Variante. „Man muss als Unternehmer hartnäckig sein und sagen, die wird verwendet“, merkte Taglieber an, weil er weiß, dass viele Mitarbeiter davon wegen des Gewichts nicht begeistert sind. Aber: „Die Sicherheit und der Gesundheitsschutz geht vor.“

Er sagte: „Prävention kostet den Betrieben viel Geld, aber wichtiger ist die Gesundheit der Mitarbeiter.“ (pm)

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