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Dillingen/Nördlingen: Ulrich Langes Wahlkampf-Krise: "Was hab ich falsch gemacht?"

Dillingen/Nördlingen

Ulrich Langes Wahlkampf-Krise: "Was hab ich falsch gemacht?"

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    Erleichterung bei Ulrich Lange: Der Nördlinger hat das Direktmandat im Wahlkreis Donau-Ries wieder gewonnen. Hier freut er sich im Mitgliedern der Jungen Union im Kreis Dillingen bei der Wahlparty im Nördlinger Brettl: (von links) Kreisverbandsgeschäftsführer Fabian Braun, Ulrich Lange, Dillingens Schülerunionsvorsitzende Amelie Balleisen und Daniel Sharma, Geschäftsführer des JU-Ortsverbands Egautal-Lauingen.
    Erleichterung bei Ulrich Lange: Der Nördlinger hat das Direktmandat im Wahlkreis Donau-Ries wieder gewonnen. Hier freut er sich im Mitgliedern der Jungen Union im Kreis Dillingen bei der Wahlparty im Nördlinger Brettl: (von links) Kreisverbandsgeschäftsführer Fabian Braun, Ulrich Lange, Dillingens Schülerunionsvorsitzende Amelie Balleisen und Daniel Sharma, Geschäftsführer des JU-Ortsverbands Egautal-Lauingen. Foto: Ju

    Der Druck fällt ab. Ulrich Lange ist an diesem Sonntagabend nach dem Wahlkampf-Krimi in Wengers Brettl in Nördlingen. Mit einem Glas Pils in der Hand beschreibt der CSU-Politiker die dunklen Stunden, die er in diesem Bundestags-Wahlkampf durchlebt hat.

    In einer Phase des Wahlkampfs geriet er richtig ins Grübeln

    "Es gab da so eine Phase", sagt der 52-Jährige, da sei er echt ins Grübeln gekommen. "Wenn es so weiter für uns nach unten rutscht, dann wird es echt spannend." Lange meinte damit neben dem Trend in der Union auch seine eigene Wiederwahl als Erststimmenkandidat der CSU im Wahlkreis 254 Donau-Ries.

    Es gebe immer wieder solche Phasen in einem Wahlkampf. Aber dieses Mal haben die Zweifel den Nördlinger offensichtlich etwas heftiger gepackt. "Da überlegte ich, Herr im Himmel, was hab ich falsch gemacht?" Am Wahlsonntag sei die Zuversicht dann schon wieder größer gewesen. "Am Mittag war meine Prognose 35 Prozent plus x."

    Christoph Schmid (SPD) ist am Ende doch deutlich hinter ihm

    Am Ende waren es dann 41,1 Prozent für Ulrich Lange, SPD-Konkurrent Christoph Schmid, der über die Liste in den Bundestag gewählt wurde, kam als Zweitplatzierter auf 19,2 Prozent. Lange studiert Ergebnisse seiner CSU-Kollegen. Dort seien die Verluste oft zwischen zehn und 15 Prozent. Lange ist mit einem Minus von etwa 6 Prozent im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 noch einigermaßen glimpflich davongekommen. Zudem liegt er mit seinem Wert deutlich über dem Zweitstimmenergebnis der Christsozialen, die im Wahlkreis Donau-Ries nur auf 35,2 Prozent kamen.

    Jetzt ist Lange vor allem eines: "Ich bin erleichtert, zufrieden und den Wählerinnen und Wählern dankbar." Aber nicht euphorisch. Jede Wahl sei spannend, aber die zurückliegende habe in dieser Hinsicht noch eine Schippe draufgelegt.

    Muss Lange nun in die Opposition?

    Ob er nun auf der Oppositionsbank Platz nehmen wird, nachdem die SPD wohl stärkste Partei geworden ist? Bei dieser Frage kommt bei Lange wieder ein verschmitztes Lächeln zurück. Er habe bereits vor vier Jahren die Sondierungsgespräche über eine Jamaika-Koalition geführt, an denen unter anderem auch Dobrindt (CSU), Laschet (CDU), Theurer (FDP) und Hofreiter (Grüne) beteiligt gewesen seien. Möglicherweise könnten ja dieses Mal die Gespräche Erfolg haben.

    Lange genießt sein Pils im Brettl. Er freut sich über den Besuch der Jungen Union aus dem Landkreis Dillingen. Die Social-Media-Gruppe der JU habe ihn im Wahlkampf hervorragend unterstützt. "Zuhause werde ich noch mit meiner Frau einen Absacker trinken", sagt Lange nach diesem turbulenten Wahltag. Und am Dienstag werde der Fraktionsvorsitzende der Union gewählt. Da ist Lange auch dabei.

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