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Eppisburg: Mit Bestnote und viel Gefühl

Eppisburg

Mit Bestnote und viel Gefühl

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    Lara Hörmann aus Eppisburg ist ein großes Talent am Saxofon.
    Lara Hörmann aus Eppisburg ist ein großes Talent am Saxofon. Foto: Vanessa Polednia

    Das Musikerleistungsabzeichen in Gold wird zweimal jährlich in der Musikfachschule in Krumbach abgenommen. Kürzlich fand eine Goldprüfung statt. Unter den 64 Teilnehmern aus allen Bezirken des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes wartete auch die zu diesem Zeitpunkt 16-jährige Lara Hörmann mit ihrem Alt-Saxofon auf ihre Prüfung. Seit neun Jahren spielt sie das Blasinstrument, und das so gut, dass nun die Meisterprüfung im Laienbereich, die D3-Prüfung, anstand. „Ich war an diesem Tag sehr nervös“, gesteht die Schülerin. Doch dafür gab es nach dem Urteil der Prüfungskommission keinen Grund. Die Eppisburgerin bestand sowohl die Theorie-Prüfung als auch die Gehörbildung und den praktischen Teil am Instrument mit der Note 1,0 und war damit unter allen Teilnehmern Prüfungsbeste.

    Blasmusik als Gefühl von Heimat und Kindheitserinnerungen

    Lara Hörmann bleibt bodenständig. „Das ist keine Seltenheit. Aber es gibt tatsächlich nicht viele in meinem Umkreis, die so früh diese Prüfung abschließen.“ Ihr Talent am Saxofon kommt nicht von ungefähr: Hörmann ist in einer musikbegeisterten Familie aufgewachsen. Die D3-Prüfung haben schon ihre Eltern abgelegt. Jeder in der fünfköpfigen Familie Hörmann spielt mindestens ein Instrument. Zu Weihnachten und Geburtstagen verwandelt sich das Einfamilienhaus in Eppisburg in eine kleine Konzertstätte. Für sie ist Blasmusik nicht altbacken, sondern ein Gefühl von Heimat und Kindheitserinnerungen.

    Somit war von Anfang an klar, dass Lara Hörmann auch musizieren wird. Nach der musikalischen Früherziehung und vielen Stunden am Klavier wollte sie ein weiteres Instrument lernen. „Bei meinem Musikverein Donautaler Fristingen-Kicklingen fehlte eine Saxofonistin“, erinnert sich Lara Hörmann. Damit war der pragmatische Entschluss gefasst, und seitdem übt sie, neben den Proben mit dem Orchester und einem Saxofon-Quartett, mindestens zehn Minuten am Tag. Für die D3-Prüfung schraubte sie ihr tägliches Pensum am Saxofon hoch. Seit September vergangenen Jahres hatte sie sich intensiv vorbereitet. Doch die Übung macht sich doppelt bezahlt. Denn Lara Hörmann besucht die 11. Klasse am Albertus-Gymnasium im musischen Zweig. „Die D3-Prüfung hilft mir für meine Abiturprüfung im kommenden Jahr“, sagt sie. Diese laufe auf einem ähnlichen Niveau ab wie die D3-Prüfung.

    Sie spielt gern gefühlvolle Stücke

    Vor allem langsamere, gefühlvolle Stücke spiele sie gern auf dem Saxofon, sagt die 17-Jährige. Ihr musikalisches Vorbild ist ihre Ausbilderin Marie-Sophie Schweizer, die die Musikschule in Dillingen leitet. „Sie ist im Landkreis die Koryphäe am Saxofon. Ich bin froh, dass sie mich unterrichtet“, sagt Hörmann. Wie Schweizer möchte die Schülerin nach dem Abitur ein Lehramtsstudium mit Musik im Doppelfach studieren. Dafür zieht es sie nicht in die Ferne, sondern entweder „an die Uni in Augsburg oder in Regensburg“. Denn die heimatverbundene Eppisburgerin möchte auch in Zukunft bei den Donautalern mitspielen. Wenn Lara Hörmann nicht musiziert, taucht sie unter: „Ich bin Mitglied im Schwimmverein. Das ist ein guter Ausgleich und weniger kopflastig“, scherzt die junge Frau.

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