Jetzt steht es fest: Entwicklungshilfeminister Gerd Müller ist der nächste Träger des Europäischen St.-Ulrichspreises. Die Stiftung hat damit eine gute Wahl getroffen. Denn der CSUler ist ein Politiker, der sich gar nicht um Parteigrenzen zu scheren scheint, wenn es um die Sache geht. Das führt mitunter dazu, dass sich Parteifreunde bei Gesprächen mit Müller im falschen Film wähnen.
Er warnte vor dem Jahr 2015 vor Ansturm von Flüchtlingen
Schon lange vor dem Jahr 2015 hat der Entwicklungshilfeminister vor einem Ansturm von Flüchtlingen in Deutschland gewarnt, wenn sich die Perspektiven der Menschen in Afrika nicht ändern. Müller spricht Klartext, wenn er etwa von der Europäischen Union eine Übereinkunft zur Seenotrettung fordert. „Oder wollen wir zulassen, dass das Mittelmeer endgültig das Meer des Todes wird?“, fragt der Minister, der immer wieder daran erinnert, dass die Marktwirtschaft sozial sein müsse. „Der freie Markt schafft das nicht. Er folgt der Gewinnmaximierung“, stellt Müller fest.
Ist er gar kein Schwarzer?
Ist der CSUler gar kein Schwarzer, sondern ein Linker oder Grüner? Den Minister kümmert dieses Schablonendenken offensichtlich nicht. Bei seinem jüngsten Wertingen-Besuch hat sich Müller hinter die Fridays-for-Future-Bewegung gestellt. Es sei gut, wenn sich junge Leute dieser Sache anschließen, um etwas für den Klimaschutz zu tun.
Ein vom Christentum geprägtes Menschenbild
Müller steht für ein vom Christentum geprägtes Menschenbild. Er setzt sich glaubhaft dafür ein, dass Menschen auf der ganzen Welt in Frieden und Freiheit leben können und genug zu essen haben. Deshalb ist er als Ulrichspreisträger eine ausgezeichnete Wahl.