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Die Grünen

25.04.2019

„Europawahl ist Klimawahl“

Bei der Eröffnung des Grünen-Büros in Dillingen von links: Bezirksrätin und Grünen-Kreissprecherin Heidi Terpoorten, Grünen-Bundestagsabgeordnete Lisa Badum, Grünen- KreissprecherH Joachim Hien.
Bild: Horst von Weitershausen

Die Grünen sind in ein besonderes Gebäude mitten in Dillingen gezogen. Zur Eröffnung kam eine Bundestagsabgeordnete.

Für die offizielle Eröffnung ihres neuen Büros hat in der ehemaligen Casuisten-Bäckerei in Dillingen haben sich die Kreis-Grünen mit Lisa Badum ein kompetentes Mitglied der Grünen-Bundestagfraktion in Sachen Klimapolitik eingeladen.

Rund 20 Mitglieder von Bündnis 90/die Grünen aus dem Landkreis Dillingen drängten sich in dem etwa 50 Quadratmeter großem Raum, um der klimapolitischen Sprecherin der Grünen im Bundestag zuzuhören und mit ihr zu diskutieren. In ihrem Vortrag zum Thema sprach die Abgeordnete unter anderem auch die bevorstehenden Wahlen zum Europaparlament an.

In diesem Zusammenhang betonte sie, dass diese Europawahl einen Klimawahl sei und somit entschieden werde, welche weitreichenden Ziele in der Klimapolitik Europas in den nächsten Jahren angestrebt und durchgesetzt werden. Hier sei es besonders wichtig, dass es zu einem Wandel in der europäischen Landwirtschaft komme. Dies könne besonders über die Vergabe finanzieller Mittel an die Landwirtschaft gesteuert werden, denn immerhin gingen 40 Prozent des EU-Haushalts in die Landwirtschaft In diesem Zusammenhang forderte Lisa Badum „weg von der Massentierhaltung“ in Europa. den drei viertel der Treibhausgase würden bei der Tierhaltung produziert.

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Methan sei besonders schädlich

Dabei sei ganz besonders die Menge Methan, die in die Atmosphäre abgegeben werde, besonders schädlich. Darüber hinaus stehe auch der Flächenverbrauch für die Futtererzeugung in keinem Verhältnis zur Effizienz bei der Ernährung der Weltbevölkerung.

Den Luxus für die Erzeugung von beispielsweise einem Kilo Rindfleisch eine von Fläche von 30 bis 50 Quadratmeter, rund 15400 Liter Wasser und etwa zwei Kilo Kraftfutter aus Weizen, Mais, Gerste, Ölsaaten und Soja zu verbrauchen könne sich die Welt nicht mehr erlauben. Und das alles mit einem CO2 Fußabdruck von bis über 30 Kilogramm CO2-Äquivalenten und vereinzelt sogar weit darüber hinaus. Im weiteren Verlauf ihres Vortrags sprach die Grünen-Abgeordnete die Energiewende an, die gerade in Deutschland mehr als ins Stocken gekommen sei.

Die Windkraft-Akzeptanz ist in der Krise

Dabei stehe die Windkraft-Akzeptanz in der Krise und der beschlossene Kohleausstieg im Jahr 2038 komme viel zu spät. Darüber hinaus habe die deutsche Auto-Industrie die Elektromobilisierung verschlafen, wobei die Frage des LKW-Verkehrs bei der Diskussion darüber, immer außen vor gelassen werde. Die Grünen forderten daher seit Jahre ein Co2-Steuer besonder für die Landwirtschaft einzuführen, das Tierwohl noch mehr zu fördern und für Lebensmittel ökologische Preise zu einzuführen.

Wichtig sei deshalb für eine grünen Klimapolitik Demos wie „Fridays for Future“ weiterhin kräftig zu unterstützen und die Politik mit Volksbegehren wie beispielsweise „Rettet die Bienen“ zu zwingen, andere politische Rahmenbedingungen zu schaffen.

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