Im Jahr 1868 gründete ein junger Schlosser ein kleines Unternehmen. „Ihn hat die Liebe nach Gundelfingen geführt“, erzählt Fritz Gartner über seinen Urgroßvater. Josef Gartner hatte für eine Heizungsfirma gearbeitet. Bei einer Montage in Salzburg traf er eine junge Köchin, die aus Gundelfingen stammte, und verliebte sich. Er kaufte ein Haus in der Gärtnerstadt und machte sich selbstständig. Oben schlief die Familie, unten war die Schlosserei. Über die Zunft hatte er in Gundelfingen das Monopol auf Eisen- und Schmiedearbeiten. Er stellte unter anderem anspruchsvolle Gitter her, wie sie in Kirchen verwendet wurden. Ein wenig Geld verdiente er mit einer Viehwaage vor seiner Werkstatt. „Als ich ein Kind war, stand die Waage da noch“, sagt der 82-jährige Urenkel Fritz Gartner.
Gartner in Gundelfingen