Bächingen Ab dem 1. August 2013 hat jedes Kind in Bayern einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Für die Kommunen bleibt da nicht mehr viel Zeit zu reagieren. Nun hat sich auch die Gemeinde Bächingen dazu entschlossen, eine Betreuungsmöglichkeit zu schaffen.
Konkret einigten sich die Räte einstimmig darauf, den bestehenden Kindergarten Storchennest entsprechend auszubauen. „Das bietet sich vor allem deshalb an, weil er bereits so geplant wurde, dass man erweitern kann“, so Bürgermeister Roland Grandel in der Sitzung. Nikolaus Mayr von der Verwaltung erklärte, dass aufgrund der Geburtenzahlen für Bächingen derzeit ein Bedarf an acht Plätzen angenommen werde.
Dies entspreche einer vom Freistaat geforderten Versorgungsquote von 35 Prozent. Für die Erweiterung des Kindergartens könne man seinen Recherchen zufolge mit einem Fördersatz in Höhe von rund 71 Prozent rechnen. Hinzu käme eine Ausstattungspauschale für jedes Kind. An Folgekosten würde sich aufgrund des höheren Betreuungsschlüssels allerdings auch ein höherer Personalaufwand ergeben. Durch den insgesamten Rückgang der Zahl der Kinder, die den Kindergarten besuchen, würde hier allerdings Arbeitskraft frei. „Das bietet sich an, die dann so einzusetzen.“ Auch Cornelia Motzet, Leiterin des Kindergartens, sprach sich in der Sitzung für die Erweiterung des Kindergartens mit Krippenplätzen aus.
Erdaushubdeponie und Schulsanierung angehen
Bisher habe man immer versucht, Kinder unter drei Jahren, wenn möglich, in die Kindergartengruppe zu integrieren. „Aber das wird uns so nicht mehr genehmigt.“ Vor allem auch, weil die Infrastruktur für die Betreuung von Kleinkindern, etwa was Schlafplätze, Wickeltische, Sanitäreinrichtung und altersgerechtes Spielzeug anbelangt, nicht vorhanden ist. „Ich denke es ist wichtig, dass wir als Einrichtung vor Ort weiter attraktiv bleiben.“ 2012 soll für die Erweiterung zunächst geplant werden. Bis zum Sommer 2013 soll dann alles fertig sein. Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung, sagte Bürgermeister Roland Grandel, solle man, wenn es baulich möglich sei, eine gewisse Reserve einbauen. „Nicht, dass wir in ein paar Jahren schon wieder etwas machen müssen.“ Neben der Planung für die Erweiterung des Kindergartens stehen für 2012 noch einige weitere Projekte auf der Prioritätenliste der Räte.
So müsse auf Drängen des Landratsamtes nun endlich die Planung für die Rekultivierung der Erdaushubdeponie angegangen werden, sagte Bürgermeister Grandel. Für die tatsächliche Baumaßnahme ist eine Summe von bis zu 380000 Euro im Gespräch. Daneben soll nun der Teilausbau des Frühlingsweges, der 2011 aufgeschoben wurde, erfolgen. Und auch was die Schule anbelangt, soll sich nun etwas tun. 2012 soll die Sanierung des Gebäudes geplant werden.