Ein Blick ins Programmheft des Aschbergkonzertes 2018 ließ die zahlreichen Gäste in der Glötter Sporthalle eine bunte Vielfalt aus der Chormusik erahnen. Hausherr Friedrich Käßmeyer konnte dies in seinen abschließenden Worten nur bestätigen. Er beglückwünschte die Chorleiterinnen und den Chorleiter zu dem weiten Bogen der Musik, den sie gespannt hatten.
In der vollen Halle der SSV Glött durfte Wilhelm Reicherzer zu Beginn der Veranstaltung zahlreiche Ehrengäste begrüßen: Landtagsabgeordneten Georg Winter, die Bürgermeister Friedrich Käßmeyer (Glött) und Jürgen Kopriva (Aislingen) sowie den stellvertretenden Bürgermeister Simon Peter aus Holzheim, Zweiten Bürgermeister Franz Rosenfelder aus Dürrlauingen, Pfarrer Josef Kühn, Pater Jijo, den Vorsitzenden des Chorverbandes Günter Durner sowie seinen Stellvertreter Franz Lingl. Außerdem galt sein Gruß den Vertretern der Kindergärten aus dem Aschberggebiet, denen in diesem Jahr der Reinerlös des Konzertes zugutekommen wird.
Ein wichtiger Schritt zur Inklusion
Währenddessen warteten bereits die Mitglieder des Regens-Wagner-Chores (Leitung: Corina Jirschik) auf der Bühne auf ihren Auftritt, den sie als wichtigen Schritt zur Inklusion sehen. Sie starteten mit dem Regens-Wagner-Lied „Ich, Du, Wir“, ehe sie die Ohren der Zuhörer mit „Aber bitte mit Sahne“ versüßten. Im Anschluss trug der Gesangverein „Frohsinn“ Glött unter dem Dirigat von Petra Dietrich zwei Liebeslieder vor: die fränkische Volksweise „Ein Blümlein auserlesen“ und das irische Volkslied „Die Rosen im Tal“. Der nächste Programmpunkt galt dem Gastchor. Die knapp 20 Sängerinnen und Sänger aus der Pfarreiengemeinschaft Dürrlauingen haben sich Ende 2013 zusammengefunden. In „Zwischentöne“ verwiesen sie auf die vielen Farben zwischen den Zeilen, die das Leben schreibt. „Liebe Schwester Sonne“ war dann eine Anlehnung an den Sonnengesang des heiligen Franziskus. Die 26 kräftigen Männerstimmen aus Aislingen und Eppisburg besangen schließlich in „Mein Himmel auf der Erde“, dass sie gerne daheim sind, und erinnerten mit „Die kleine Kneipe“ an die typischen Dorfwirtschaften, in denen auch sie früher gerne den ein oder anderen Abend verbracht hatten.
Dem schloss sich der stimmgewaltige Auftritt der Chöre aus Glött, Holzheim und Weisingen an. Die über 40 Sänger trugen zunächst ein klassisches Lied – „Wo Musik sich frei entfaltet“ – und die Volksweise „Die Gedanken sind frei“ vor, ehe sie mit „Ich wollte nie erwachsen sein“ an den kleinen grünen Drachen Tabaluga bzw. an die Schildkröte Nessaja erinnerten. Begleitet wurde der Gemeinschaftschor von Andreas Schneider am Piano. Daraufhin kam erneut der Gastchor unter der Leitung von Marlies Sailer auf die Bühne.
Dem Alltagstrott entkommen
Der Psalm „Wo ich auch stehe“ lud mit seinem 6/8-Takt zum Mitwippen ein. Abschließend dankte der Chor Gott in „Ich geh’ den Weg“ für seine treue Begleitung. Die Sänger aus Aislingen und Eppisburg und ihr Dirigent Jürgen Maier stellten schließlich ihre still gehegte Vorstellung vor, wie sie dem Alltagstrott entkommen könnten: Ihr „Ich wollt’, ich wär’ ein Huhn“ ließ die Zuhörer schmunzeln. „Die Rose“ gab abschließend die Antwort auf „Was ist Liebe“ – und das viel geheimnis- und gefühlvoller, als Google es täte. Das zur Tradition gewordene gemeinsame Lied aller Akteure und Gäste – heuer: „Muss i denn zum Städtele hinaus“ – war schließlich der letzte Programmpunkt des kurzweiligen Abends. (EST)