Auch die jüngste Gundelfinger Sammlerbörse war wieder sehr gut besucht. Bereits kurz nach 9 Uhr standen in der Gundelfinger Brenzhalle zig Tische, darauf schön säuberlich aufgereiht die vielen, 1000 Sammlerstücke der Aussteller. Die ersten Besucher suchten da schon nach besonderen Stücken.
Ein Händler sagte: „Wir sind alle „Jäger und Sammler“, und lachte. Er hatte alte Briefe und Briefmarken aus der ganzen Welt von Südafrika, Alaska, Australien bei sich auf dem Tisch. Auch adelige Post war dabei. Diese wurde vor dem Ersten Weltkrieg sogar noch umsonst befördert. Da reichte schon ein Wappenaufkleber.
Ein Schiffsnagel aus der Römerzeit
An einem anderen Verkaufsstand waren alte Tabakpfeifen zu erwerben, aus den 1920er Jahren, das Stück zu 30 Euro und eine von 1888 zu 80 Euro. Ein Reservistenkrug aus dem Jahr 1900 sollte schon mal 250 Euro kosten. Am selben Stand war ein alter Schiffsnagel, leicht verbogen, aus Bronze, aus der Römerzeit zu bewundern. Für das russische Silberbesteck von 1900 gleich daneben, erklärte der freundliche Händler, wolle er einen Preis von etwa 1100 Euro erzielen. Wiederum eine Ecke weiter bot ein Händler alte Kupferstiche von Leipheim, Burgau, Günzburg von Aichach und so weiter aus den Jahren 1640 oder 1720 an.
Mehr als Briefmarken und Münzen
Selbst ein altes Büchlein über Therese Neumann, die „Resl“ aus Konnersreuth war zu entdecken. Über diese Frau wurde früher im Religionsunterricht berichtet. Heiligenbilder, Wallfahrtsbilder, alte Gesangbücher, selbst Kraftfahrzeugbriefe, Broschüren und Prospekte von alten Motorrädern, Topografien, ein Teddybär von Hermann zu 70 Euro und, und, und.
Auf der Gundelfinger Sammlerbörse gab es also bei Weitem nicht nur Briefmarken und Münzen. Ein Burgauer Händler meinte sogar: Diese Börse sie einer der besten ihrer Art.
Vergangenes Jahr sind wir auf der Messe dieser Frage nachgegangen: Ist eine Sammlerbörse nur etwas für Männer?
Haben Sie gerade selbst auf dem Dachboden gestöbert? Dann lesen Sie das: Ist Ihr Kuscheltier Tausende Euro wert?