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Karfreitagskonzert: Mit tief empfundener Innerlichkeit musiziert

Karfreitagskonzert

Mit tief empfundener Innerlichkeit musiziert

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    Ein erlesenes Künstlerquintett mit (von links) Norbert Bender, Iris Lutzmann, Heidrun Krech-Hemminger, Regine Eller und Andreas Käßmeyer beeindruckte beim Konzert am Karfreitag in der Haunsheimer Dreifaltigkeitskirche, in dem Pfarrer Axel Schmidt (ganz rechts) die geistlichen Worte sprach.
    Ein erlesenes Künstlerquintett mit (von links) Norbert Bender, Iris Lutzmann, Heidrun Krech-Hemminger, Regine Eller und Andreas Käßmeyer beeindruckte beim Konzert am Karfreitag in der Haunsheimer Dreifaltigkeitskirche, in dem Pfarrer Axel Schmidt (ganz rechts) die geistlichen Worte sprach. Foto: Walter

    Haunsheim „Sein Weg war Gottes Weg zu uns Menschen“: Unter dieses Wort stellte Pfarrer Axel Schmidt seine Gedanken zum Karfreitag beim nachmittäglichen Konzert in der voll besetzten Dreifaltigkeitskirche. Bekannte einheimische Künstler gaben im hellen Kirchenraum eine musikalische Entsprechung und Gelegenheit zum Innehalten und Meditieren. Heidrun Krech-Hemminger vertraute bei der Programmgestaltung der Kraft und Klarheit der Barockmusik.

    Da neben dem immer gleichbleibenden Basso continuo (Cello und Cembalo) alle anderen Musiker instrumental variierten, ergab sich eine spannungsreiche Vielfalt. Zwei Höhepunkte dokumentierten die außergewöhnliche künstlerische Präsenz der Mitwirkenden. Zum Ersten das „Largo“ aus dem „Musikalischen Opfer“ von J.S. Bach, dessen Triosonate er 1747 dem Flöte spielenden König Friedrich II. widmete. Die tonschön dominierende Querflöte Norbert Benders sorgte für Haltung und Würde, edel korrespondiert von der Violine Heidrun Krech-Hemmingers, markant und sicher gestützt vom Cello (Regine Eller) und untermalt mit den Klängen eines souveränen Cembalos (Andreas Käßmeyer). Zur solistischen Querflöte Benders gesellte sich beim zweiten Höhepunkt Iris Lutzmann an der Violine, während Heidrun Krech-Hemminger überlegen die Viola spielte.

    Lyrisches Paradestück

    Die „Air“ (BWV 1068) wurde unter dem einfühlsamen langen Atem der Querflöte Benders zum lyrischen Paradestück, das vom begleitenden Quartett eindrucksvolle Kontur erhielt. In gleichem Maße sekundierten Violine, Viola und Cello beim Konzert in C-Dur von J.S.Bach die jubilierende Querflöte.

    Echowirkungen und Imitationen kennzeichneten die Interpretation der viersätzigen 7. Triosonate in g-Moll von G.Ph.Telemann mit zwei gleichwertigen Violinen (Heidrun Krech-Hemminger und Iris Lutzmann), einem treffsicheren Cello (Regine Eller) und einem aufmerksamen Cembalo (Andreas Käßmeyer). Intimes Musizieren beim Bach-Zeitgenossen G. Battista Bononcini für zwei Altblockflöten (Norbert Bender und Heidrun Krech-Hemminger) und beim Duo für Violine (Heidrun Krech-Hemminger) und Cello (Regine Eller) von E.F.Dall’Abaco. In seinem Solo-Beitrag am Cembalo von J.S. Bach (BWV 863) verstand es Andreas Käßmeyer, die malerisch bildhafte Grundstimmung des Präludiums und das Polyfone der Fuge als geistiges Bauwerk herauszuarbeiten. Zwei Altarien von J.S.Bach und eine von Dietrich Buxtehude wusste Iris Lutzmann mit tief empfundener Innerlichkeit wohlklingend als anrührende Huldigung darzustellen.

    Mit dem einleitenden Orgelchoral des Bach-Schülers Johann Christian Kittel „Jesu meine Freude“ hatte Norbert Bender die Osterbotschaft schon vorweggenommen. Lebhafter Applaus der Besucher für eine intensiv erlebte musikalische Stunde.

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