Während in Bayern der Neubau von Windkraftanlagen gänzlich zum Erliegen gekommen ist, geht es im Nachbarlandkreis Heidenheim richtig rund. Laut Landrat Thomas Reinhardt könnten in ein, zwei Jahren statt bislang 18 dann 65 Windräder stehen. „Aber reicht das, um die Energiewende zu bewerkstelligen?“, fragte er die Runde der Bürgermeister aus den Landkreisen Dillingen und Heidenheim beim Kommunalstammtisch, der am Donnerstagabend in Giengen stattfand. Sowohl Reinhardt als auch Dillingens Landrat Schrell wollen auch nach der Abschaltung des Kernkraftwerks Gundremmingen saubere, sichere und bezahlbare Energie. Beide fürchten, dass der Stormverbrauch ohne Kernkraft nicht mehr gedeckt werden kann, und setzen auf Gaskraftwerke. Reinhardt auch auf Stromtrassen, deren Verlauf für beide Landkreise noch spannend werde. Doch selbst diese könnten nicht genügend Energie bringen, betonte Heidenheims Landrat. Schrell schloss das Thema mit den Worten: „Die größte anzunehmende Peinlichkeit wäre Strom aus Temelin.“
Kommunalstammtisch