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Landkreis Dillingen: Erzieherinnen und Erzieher sind das Rückgrat unserer Gesellschaft

Landkreis Dillingen

Erzieherinnen und Erzieher sind das Rückgrat unserer Gesellschaft

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    In Dillingen werden die Teams von Kita und Kindergarten bald verstärkt.
    In Dillingen werden die Teams von Kita und Kindergarten bald verstärkt. Foto: Jens Büttner, dpa (Symbol)

    Es ist ganz einfach: Erzieherinnen und Erzieher sind systemrelevant. Egal ob im Kindergarten, in der Krippe, im Hort oder Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Wenn wir ihre Arbeit nicht ohnehin schon zu schätzen wussten, dann hat uns die Corona-Pandemie spätestens jetzt die Augen geöffnet. Im Lockdown waren Familien auf einmal auf sich selbst gestellt. Mussten den Alltag zwischen Kinderbetreuung, Homeoffice und Haushalt bewältigen und sind dabei vermutlich mehr als nur einmal an ihre Grenzen geraten.

    Erzieher bespaßen nicht nur unsere Kinder

    Eine absolute Ausnahmesituation. Auf einmal wurde klar: Erzieherinnen und Erzieher bilden den Rückhalt unserer Gesellschaft. Sie sorgen nicht nur für die Bespaßung unserer kleinen Mitmenschen; unterstützen sie in ihrer Entwicklung; fördern ihre kognitiven und kreativen Fähigkeiten und vermitteln ihnen wichtige soziale Kompetenzen.

    Nein, ganz nebenbei tragen sie auch dazu bei, dass Familien entlastet werden und Eltern einer Arbeit nachgehen können. Uns wurde auf einmal bewusst, wie wichtig Kindertageseinrichtungen für unseren Alltag sind. Wie viel Spaß die Kleinen dort haben. Wie sehr sie es genießen mit Gleichaltrigen zu spielen, erste Freundschaften zu knüpfen. Nicht nur miteinander zu toben, sondern auch voneinander zu lernen.

    Warum sich wenige junge Menschen für die Ausbildung zum Erzieher entscheiden

    Der Bedarf nach pädagogisch ausgebildeten Fachkräften ist hoch, doch immer weniger junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung in diesem Bereich. Woran liegt das? Macht es den Beruf wirklich attraktiver, wenn die Ausbildungszeit verkürzt wird? Der zusätzliche Abschluss als Kinderpfleger wegfällt? Oder wenn Praktika bezahlt werden und Studierende mit dem sogenannten Optiprax-Modell eine tarifliche Ausbildungsvergütung erhalten?

    All das klingt zunächst gut. Ob es die richtigen Stellschrauben sind, an denen dabei gedreht wird, ist dennoch fraglich. Was nützt eine optimierte Ausbildung, wenn es anschließend an den Arbeitsbedingungen im Berufsalltag hakt? Die Belastung wegen fehlender Fachkräfte zu hoch ist? Gruppen überfüllt sind und es an Respekt und Wertschätzung für unsere Erzieherinnen und Erzieher mangelt?

    Wertschätzung für Erzieher: Die Politik muss aktiv werden

    Vieles hat die Politik in den vergangenen Jahren versäumt. Nun gilt es das aufzuholen. Ein wichtiges Signal in puncto Anerkennung ist vielleicht mit der Diskussion um die Priorisierung der Berufsgruppe bei der Corona-Impfung in den vergangenen Tagen gesendet worden. Das alleine reicht aber nicht aus.

    Lesen Sie auch unseren Artikel dazu:

    So prägt Corona die Zukunft angehender Erzieher

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