Der Kreisobmann das Bayerischen Bauernverbands (BBV), Klaus Beyrer, war als einer von über 500 Delegierten beim Deutschen Bauerntag in Leipzig berufen. Dabei erhob Beyrer laut Pressemitteilung in verschiedenen Themenforen und Diskussionsrunden seine Stimme für die Belange der heimischen Landwirtschaft und brachte sich so intensiv in die Meinungsbildung des Berufsstandes ein.
Auch die Düngeverordnung bereitet Probleme
Die drohenden Verschärfungen der Düngeverordnung sind laut Beyrer dabei ebenso völlig unverständlich wie ein Unterlaufen der hohen heimischen Standards durch das geplante Mercosur-Handelsabkommen. In Bezug auf die Düngung müsse es weiterhin möglich sein, Gülle im Zuge der Kreislaufwirtschaft dann auszubringen, wenn sie pflanzenverfügbar sei, das Bodenleben (Strohrotte) fördere und es witterungsbedingt Sinn mache. Eine Düngung unter Entzug sieht Beyrer aus vielen fachlichen Aspekten genauso widersinnig wie ein Verbot der Herbstdüngung.
In den Diskussionen zum Mercosur-Abkommen verweist der BBV-Kreisobmann auf die hohen heimischen Standards. Hier bestehe die massive Gefahr, dass Agrarprodukte aus Südamerika mit wesentlich geringeren Produktionsauflagen in den heimischen Markt drängen. Daher lehne der Bauernverband solche Pläne entschieden ab. „Durch den Abschluss dieses Abkommens würden alle politische Diskussionen zur Nachhaltigkeit in Deutschland ad absurdum geführt“, sagt Beyrer.
Dies gelte nicht nur für konventionelle Produkte, sondern auch für ökologische Ware. „Kein Mensch kann mir erklären, durch was die vielfältig angebotenen Bioprodukte aus Übersee den heimischen Standards gleichzusetzen sind“, sagt Beyrer.
Wird die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte Industrieinteressen geopfert?
Die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirte dürfe nicht Industrieinteressen im Handel zum Opfer fallen. Andernfalls drohe ein Strukturwandel durch die Hintertür. (pm)