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Landwirtschaft: Ehrungsmarathon beim Bauernverband

Landwirtschaft

Ehrungsmarathon beim Bauernverband

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    Für ihre 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit dankten die Kreisobmänner Albert Sporer und Klaus Beyrer den Ortsbäuerinnen und Ortsobmännern Georg Langenmayr, Apollonia Lorenz, Anton Hahn, Margareta Boser, Anton Dölle, Resi Steinle und Georg Seiler. Auch Kreisbäuerin Schmid gratulierte den Geehrten (von links).
    Für ihre 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit dankten die Kreisobmänner Albert Sporer und Klaus Beyrer den Ortsbäuerinnen und Ortsobmännern Georg Langenmayr, Apollonia Lorenz, Anton Hahn, Margareta Boser, Anton Dölle, Resi Steinle und Georg Seiler. Auch Kreisbäuerin Schmid gratulierte den Geehrten (von links).

    Finningen Mit einem wahren Ehrungsmarathon verabschiedete der Dillinger Bauernverband in Finningen rund 90 Ortsbäuerinnen, Orts-obmänner und Kreisvorstandsmitglieder aus ihren meist langjährigen Ehrenämtern. Kreisobmann Albert Sporer sagte den „Führungskräften vor Ort“ Dank für ihren starken Einsatz. „Unser Berufsverband steht und fällt mit jenen, die vorne stehen und sich für die Bäuerinnen und Bauern einsetzen.“

    Auch Klaus Beyrer würdigte das Ehrenamt als tragende Säule des Bauernverbands. „Sie haben den BBV noch in die kleinste Ortschaft hinein getragen“, rief der Co-Kreisobmann den scheidenden Obleuten zu. „Sie haben aus dem BBV eine Erfolgsgeschichte gemacht und den Bäuerinnen und Bauern geholfen, miteinander im Gespräch zu bleiben.“

    Besonders dankte Beyrer seinem Amtsvorgänger Hermann Kästle. Trotz der kontinuierlichen Entwicklung seines Betriebs habe er sich die Zeit genommen, zehn Jahre als Kreisobmann im Kreisverband Dillingen zu arbeiten. Sicher werde Kästle dem Bauernverband auch künftig mit Rat und Tat zur Seite stehen.

    Kreisbäuerin Hannelore Schmid hob die Leistungen und das gute Miteinander der Obleute hervor: „Ein starker Verband braucht ein starkes Ehrenamt.“ Insbesondere die Zusammenarbeit mit ihrer bisherigen Stellvertreterin Klara Kitzinger habe ihr viel Spaß gemacht. Umso mehr freute sich die Kreisbäuerin, dass Kitzinger dem Dillinger BBV als Ortsbäuerin von Faimingen und als Pressefrau erhalten bleibt. Bezirksbäuerin Anni Fries schloss sich den Dankesworten an und beschwor ebenfalls das gute Miteinander in der berufsständischen Arbeit.

    Landrat Leo Schrell zollte den scheidenden Kreisvorständen, Ortsbäuerinnen und Ortsobmännern Respekt für ihre Leistungen. Sie hätten damit nicht nur der Landwirtschaft, sondern auch dem Gemeinwesen einen wertvollen Dienst erwiesen. „Ihr seid ein ganz wichtiger Teil der Gesellschaft im Landkreis Dillingen“, betonte Schrell und zeigte sich dankbar, dass er im BBV stets einen kompetenten und verlässlichen Ansprechpartner finde.

    „Nichts gesagt ist gelobt genug“ – diese schwäbische Weisheit könnte die Arbeit der Ehrenamtsträger im Bauernverband auf keinen Fall ausreichend würdigen, stellte BBV-Bezirkspräsident Alfred Enderle fest.

    Noch vor wenigen Jahrzehnten habe in Deutschland eine Mangelwirtschaft geherrscht und die Bauern waren gefordert, ihre Produktion zu intensivieren. Infolgedessen kam es dann aber zur Überproduktion, was die Einführung von Quoten notwendig machte. Damals habe die Gesellschaft die Landwirte nur wenig geschätzt.

    Inzwischen habe sich das Blatt jedoch gewendet und die Landwirtschaft sei als Garant der Energiewende und der Lebensmittelsicherheit sehr gefragt. „Es war nie langweilig, sich im Berufsstand zu engagieren, und es wird auch nie langweilig werden“, sagte Enderle.

    Umso unverständlicher sei es, dass es immer schwieriger werde, junge Bäuerinnen und Bauern zur Übernahme eines Ehrenamts im BBV zu bewegen. Dabei sei doch noch sehr viel Überzeugungsarbeit zu leisten, bis die Bevölkerung eine realistische Vorstellung von der modernen Landwirtschaft bekomme. Der BBV als Einheitsverband habe sich bewährt, betonte der Bezirkspräsident. Es lasse sich nämlich viel mehr erreichen, wenn die Landwirtschaft mit einer Stimme spricht und dadurch in der Politik und Gesellschaft gehört wird. „Ohne Ehrenamt wäre dies niemals möglich.“

    Bevor BBV-Kreisgeschäftsführer Eugen Bayer zur Ehrung der ausgeschiedenen Kreisvorstände und Ortsobleute schritt, dankte er ihnen dafür, dass sie das Motto „Die Landwirtschaft hat Zukunft“ ganz stark unterstrichen hätten. Trotz manchen Ärgers sei der Bauernverband nach wie vor eine Familie, die eine große Geschlossenheit an den Tag lege. Der Kreisverband Dillingen sei nach den Wahlen für die Zukunft wieder gut aufgestellt. (pm)

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