Wackelnde Bänke, umgefahrene Hydranten, Schlaglöcher und herumliegender Müll. Wem in Lauingen Mängel auffallen, der kann sie seit geraumer Zeit ganz einfach über die Lauingen-App an die Verwaltung melden – dort, so die Idee, kümmert sich der zuständige Mitarbeiter dann darum. Unter diesen Bürgermeldungen hat die Stadt, ähnlich der Funktion in Sozialen Netzwerken, die Möglichkeiten geschaffen, anonym Kommentare zu verfassen. Die Umgangsformen der Nutzer allerdings lassen nach Meinung der Stadt und einiger Stadträte zu wünschen übrig.
Lauingen-App: Beiträge nur mit Klarnamen?
SPD-Fraktionsvorsitzender Markus Stuhler brachte in der jüngsten Stadtratssitzung das Thema auf den Tisch. „In den Kommentaren gibt es rege Diskussionen, die sind aber nicht immer auf einem angemessenen Niveau“, sagte er. Er forderte deshalb, dass die Nutzer künftig ihren Namen nennen müssen, statt anonym Kommentare zu verfassen. „Wer seinen Beitrag leisten will, kann auch mit seinem Namen hinstehen“, so Stuhler. Auch bei der Stadt habe man das Problem inzwischen erkannt, erklärte Bürgermeisterin Katja Müller (CSU) darauf: „Der Ton ist manchmal inakzeptabel.“
Man überlege aktuell sogar, die Kommentarfunktion abzuschalten, wenn sich die Umgangsformen in der App nicht bessern. (mayjo)
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