Von Yvonne Salvamoser
Dillingen/Höchstädt Wo früher die Professoren speisten, hängt jetzt ein ausgestopftes Krokodil von der Decke. Und die Besucher, die gestern zum internationalen Museumstag in die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung kamen, konnten noch so manch andere Kuriositäten entdecken. So begann die Führung mit Gerhard Moosburger mit einem kleinen Blitz. Er führte vor, wie Jesuitenpater und Physiker Berthold Hauser, der in der früheren Dillinger Universität ein mathematisch-physikalisches Museum einrichtete, um 1757 mit Elektrizität experimentierte. Nur selten können Besucher optische Instrumente, Himmelsgloben und Elefantenschädel dort bestaunen, weil diese in insgesamt 80 Glasvitrinen teils in Seminarräumen präsentiert werden.
Während Interessierte in Dillingen ein Paar ausgestopfte Quetzalvögel, das 15000 Euro wert ist, in der ehemaligen Hauskapelle der Akademie bestaunen, wird im Höchstädter Schloss über den Alltag der Menschen im Barock gestaunt. Gemeinsam mit Museumsführerin Aline Keller erfuhren die Kinder zum Beispiel, dass vor rund 400 Jahren geräucherte Zungen und Hirnwurst gegessen wurde. „Iiieee“, lautet deren einhelliges Urteil.
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