Mrco ist acht Jahre alt, sechs davon hat er im Tierheim verbracht. Lange Zeit sogar in Ungarn. Im Februar 2009 fand der Hund Unterschlupf im Höchstädter Tierheim. Seit einem halben Jahr lebt Marco nun bei der Dillingerin Carmen Leinhos. „Mit viel Liebe und Geduld bekommt man auch solche Hunde wieder hin“, sagt sie. Sie wolle dem Hund noch ein paar schöne Jahre gestalten. Marco und sein Frauchen waren am vergangenen Sonntag beim Tag der offenen Tür im Höchstädter Tierheim auch zu Besuch. Ein Paradebeispiel, wie Sabine Pollok, Mitarbeiterin des Tierheims, erzählte. „Uns ist das Herz aufgegangen, dass Marco ein Zuhause gefunden hat. Umso schöner, wenn wir sehen, dass unsere Arbeit fortgesetzt wird“, so Pollok.
Beim Tag der offenen Tür waren rund tausend Besucher da, um die aktuell 40 Katzen und zwölf Hunde zu sehen. „Wir wollen diesen Tag nutzen, um in erster Linie unsere Arbeit zu präsentieren, aber auch um Gelder zu bekommen“, so Vorsitzender Johann Rechthaler. Großes Ziel sei eine Vergrößerung des Tierheims. Im Vordergrund stehe aber natürlich die Suche nach einem liebevollen Zuhause für all die einsamen Tiere. „Viele finden nicht den Weg ins Tierheim. Da ist noch eine große Hemmschwelle da“, so Pollok. Ihr war es am Sonntag ganz wichtig, den Besuchern zu zeigen, dass das Tierheim „keine Müllhalde ist, sondern ein Zufluchtsort“. Sie hoffte, dass der Tag der offenen Tür geholfen hat, dass sich der ein oder andere für ein Tier entschieden hat. „Ich bin mir sicher, dass sich in den nächsten Tagen einige melden werden.“
Am Sonntag wurde den Besuchern unter anderem eine Tombola geboten, es fand ein „Dog-Dancing“ statt und Hundetrainer Ronald Rutz machte eine Vorführung. Ein besonderes Highlight war aber die Tiersegnung mit Höch-städts Stadtpfarrer Roland Bise. Passend dazu schöpfte er das Weihwasser aus einem Fressnapf.