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Gundelfingen

11.09.2019

Vandalen: Was war in diesem Sommer in Gundelfingen los?

In Gundelfingen gab es in den vergangenen Monaten auffallend viele Fälle von Vandalismus. Die Täter beschädigten unter anderem Autos, warfen Blumenkästen um und sprühten Graffiti. In der Mittelschule haben Unbekannte zudem Glasscheiben eingeworfen.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbol)

Plus Zuletzt kam es in Gundelfingen zu auffallend vielen Sachbeschädigungen. In den meisten Fällen konnte die Polizei keinen Täter ermitteln. Es gibt eine Vermutung.

Die Polizeiberichte der vergangenen Wochen und Monate ähnelten sich an vielen Tagen in einem bestimmten Punkt. Immer wieder meldete die Dillinger Inspektion Fälle von Vandalismus aus Gundelfingen. Drei Beispiele: Anfang August zogen Jugendliche nachts durch die Stadt und randalierten. Sie hoben einen Gullydeckel aus und rissen ein Straßenschild aus der Verankerung. In der Mittelschule haben Unbekannte Glasscheiben eingeworfen und Graffiti gesprüht. Und Ende August warfen Krawallmacher einen großen Blumenkübel auf die Straße und zündeten Kracher im Bereich der Professor-Bamann-Straße – nachts, sodass sie Anwohner aus dem Schlaf rissen.

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In Gundelfingen häuften sich die Fälle von Vandalismus

Fälle wie diese gab es zuletzt einige in Gundelfingen. Immer wieder zogen Unbekannte durch die Stadt, beschädigten Autos, warfen Blumenkübel um oder beschmierten Wände. Die neuesten Fälle ereigneten sich Anfang September. Vandalen beschmierten einen Stromkasten mit pinker Farbe und zerschnitten ein Kabel an einem Brunnen an der Lauinger Straße. Täuscht der Eindruck, oder häufen sich in diesem Sommer die Sachbeschädigungen in der Gärtnerstadt? „Leider ist der Eindruck richtig“, sagt Katharina von Rönn, Sprecherin der Dillinger Polizei. In der Zeit von 1. Juni bis 11. September registrierte die Polizei insgesamt 26 Fälle, in denen Gegenstände und Autos in Gundelfingen beschädigt wurden. Häufig, nämlich elf Mal, haben Täter demnach Außenspiegel abgetreten oder abgerissen, außerdem wurden Scheibenwischer abgebrochen, der Lack zerkratzt oder gegen Autos getreten. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum des Vorjahres notierten die Beamten insgesamt lediglich 14 derartige Vorfälle.

„Es gibt in diesem Jahr auffällig viel Vandalismus“, sagt Heinz Gerhards, Geschäftsstellenleiter der VG Gundelfingen. Er betont, dass die Täter in der Stadt sehr viel mutwillig kaputtgemacht haben, was etwa angesichts beschmierter Telefonkästen deutlich zu erkennen sei. „Das macht uns Sorge“, sagt Gerhards. Ein mit Graffiti bemalter Kasten sei zwar „nicht der schlimmste Schaden“. Aber: „Solche Vorfälle schädigen das Stadtbild.“ Dazu kommen der individuelle Wert und die Arbeitszeit, die zunichtegemacht werden. Gerhards spricht die Blumenkästen an den Brenzbrücken an, die Unbekannte zum Teil in den Fluss geworfen haben. „Das sind schöne Dinge, die mutwillig vernichtet werden“, bedauert er.

Vandalen: Was war in diesem Sommer in Gundelfingen los?

Den Schaden trägt die Allgemeinheit

Eine Gesamtschadenshöhe ist angesichts der Vielzahl an Fällen schwierig zu schätzen. Mitunter liegt der Schaden jeweils im drei-, zum Teil im vierstelligen Bereich. „Im Moment trägt diesen Schaden die Stadt und dadurch die Allgemeinheit“, macht Gerhards deutlich. „Wir hoffen immer noch, die Verursacher zu finden und zur Verantwortung ziehen zu können.“ Die Stadt stehe im engen Kontakt mit der Polizei.

Doch die Täter zu ermitteln ist schwierig. Die Fälle, die im Rathaus aufschlugen, sind laut Gerhards allesamt noch nicht aufgeklärt. Nur in drei Angelegenheiten erwischte die Polizei in diesem Sommer Personen, die in Gundelfingen gewütet haben. In zwei Fällen handelte es sich um betrunkene Jugendliche, die Autos in der Stadionstraße beziehungsweise in der Oberen Vorstadt beschädigten. Einmal zerkratzte ein 51-Jähriger mit einem Schlüssel einen Wagen in der Hauptstraße, der unerlaubterweise auf einem Behindertenparkplatz stand.

Polizei und Sicherheitswacht sind sensibilisiert

Wer ansonsten hinter der Vielzahl an Taten steckt, ist unklar. Die Verantwortlichen können nur spekulieren. „Ich gehe davon aus, dass es sich um eine Gruppe Jugendlicher handelt, die in diesem Jahr besonders aktiv ist“, vermutet Gerhards. Die Polizei ermittelt laut Katharina von Rönn weiter und wertet vorhandene Spuren aus. Streifenbesatzungen haben demnach Gundelfingen – insbesondere die Bereiche Schnellepark und Professor-Bamann-Straße – derzeit verstärkt im Auge. Auch die Kräfte der Sicherheitswacht seien sensibilisiert worden.

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