Die Lauinger SPD macht sich Sorgen um die Innenstadt – und hat deshalb gleich in der ersten Stadtratssitzung der neuen Amtsperiode einen Antrag zur „Belebung der Kernstadt“ gestellt. Lauingen sei mehr als seine Kernstadt, habe es im Wahlkampf geheißen. Doch gerade die Kernstadt weise erheblichen Handlungsbedarf auf.
Deren Attraktivität habe, so beschreibt es Stadtrat Bernd Schwenk in der Sitzung, durch die Schließungen von Cap-Markt und Metzgerei Griener gelitten. „Weitere Geschäftsaufgaben, insbesondere in der unteren Herzog-Georg-Straße und der Brüderstraße, beschleunigen diesen Abwärtstrend“, heißt es im Antrag. Und: „Wir müssen aktiv Möglichkeiten und Freiräume für eine positive Entwicklung schaffen, anstatt eine zweite Einkaufsstadt auf der grünen Wiese zu etablieren.“ Nach Ansicht der SPD entstehe mit Ärztehaus, Hotel und Einzelhandelsflächen aktuell eine Konkurrenzsituation, die man selbst mitgestalte. Dabei sei den Rätinnen und Räten bewusst, dass die Struktur in der Innenstadt mit vielen kleinen Ladenflächen nicht immer den Wünschen interessierter Neuansiedler entspreche.
Auch der Wochenmarkt soll gestärkt werden
Die SPD schlägt deshalb eine „vorbehaltlose Bestandsaufnahme“ vor: Wo gibt es im Innenstadtbereich große Flächen? In einem zweiten Schritt solle dann über die Erweiterung dieser Flächen nachgedacht werden. Ziel sei es, Investoren attraktive innerstädtische Flächen anbieten zu können. Auch müsse die Ansiedlung eines Nahversorgers mit Nachdruck vorangetrieben werden. Auch könne die Nahversorgung durch Fieranten am Wochenmarkt gestärkt werden. Konkret fordert Schwenk im Antrag die Ansiedlung eines Metzgers und eines Käseverkaufs auf dem Wochenmarkt zu prüfen und zu fördern.
Gesprochen wird über den Antrag im Stadtrat nicht. Bürgermeisterin Katja Müller (CSU) spricht aber ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) an, das bereits im Haushalt eingeplant sei und in dessen Rahmen es auch um die Innenstadt gehen soll. „Wir laufen also eigentlich parallel“, so Müller in Richtung Schwenk.
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