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Chor und religiöse Bildsymbolik begeistern bei Konzert in Steinheim

Steinheim

Barocke Bilder treffen Chorharmonien: Steinheim erlebt außergewöhnliches Konzert

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    Chorleiter Xaver Käser moderiert und dirigiert beim Konzert in der Steinheimer Pfarrkirche "Maria Reinigung".
    Chorleiter Xaver Käser moderiert und dirigiert beim Konzert in der Steinheimer Pfarrkirche "Maria Reinigung". Foto: Gernot Walter

    Zum zweiten Mal hatte Xaver Käser die Idee, das Bildprogramm einer Kirche gemeinsam mit Musik in einem Konzert zu präsentieren. Der Gesangverein Dillingen sollte mit geistlichen Gesängen die Moderation untermalen, die der Dirigent dem Publikum aufzeigt. Nach der Donaualtheimer Kirche mit dem hl. Vitus im vergangenen Jahr war heuer die katholische Kirche in Steinheim „Mariä Reinigung“ an der Reihe. Fünfzehn Jahre wirkte dort Xaver Käser als Diakon. Deshalb war er besonders befugt, Bilder und Symbole des Gotteshauses zu erläutern.

    Die theologische Aufarbeitung der Bilder und die damit verbundenen Chorsätze passten großartig zusammen. Angelehnt an die Offenbarung des Johannes ordnete Xaver Käser die Kirchenpatronin ein, die mit ihrem Kind auf dem Hochaltar thront. Maria Lichtmess, vierzig Tage nach Weihnachten, löste die frühere Bezeichnung „Mariä Reinigung“ ab. Das entsprechende Fresko im Chorraum zeigt die Darstellung des Herrn mit dem Auftreten des Simon im Tempel. „Den Heilien Patrus und Paulus war die Kirche während der Barockzeit geweiht“, so Käser. Ihnen galten zwei Statuen und das Bild vom Tod der beiden Märtyrer. Der Blick zu Kanzel richtet sich auf drei Putten, die symbolisch für Glaube, Hoffnung und Liebe stehen. Schließlich erwähnte Xaver Käser das Deckenfresko inmitten der Kirche, das die barocke Sicht auf den Himmel öffnet, der ewiges Leben, Glück und Geborgenheit verspricht. 

    Chorleiter begleitet Lieder virtuos mit Gitarre und neuen Arrangements

    Der Gesangverein folgte in seinen Beiträgen ausdrucksstark den Anweisungen des Chorleiters. Dieser hatte die Lieder versiert mit der Gitarre begleitet, manchen einen neuen Text beigefügt, eigene Arrangements geschaffen und solistisch unterstützt. Diese waren auf die Chorgemeinschaft zugeschnitten. Sie reichten vom gregorianischen Laudes und dem ostkirchlichen Hymnus bis zum „Magnificat“ (Taizé) und dem Kirchenlied „Komm, Schöpfer Geist“, die Chor und Gemeinde verbanden. Drei Spirituals erhielten dank ihres rhythmischen Zugriffs Spontapplaus.

    Violinen glänzen im Bach-Doppelkonzert

    „Die Schönste von allen“, „Simeon“, „Ubi caritas“ und „Heller Glanz der Ewigkeit“ wurden stimmlich ausgewogen gemeistert. Ein anmutig klingendes Intermezzo steuerte Friedrich Maier mit der Querflöte in der „Cantilène religieuses“ bei. Myroslava Fotul und Uliana Matiaschuk(Violinen) wussten den ersten Satz aus dem Doppelkonzert d-Moll von Bach in präziser Partnerschaft darzulegen. Günther Englert war am Klavier der souveräne Begleiter. Großer Beifall des Publikums, unter anderem waren auch die stellvertretende Landrätin Christiane Grandé und Ehrenchorleiter Karl Baur anwesend, für eine bereichernde Stunde. 

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