Liebe Leserinnen und Leser,
letzte Woche haben wir das Osterfest gefeiert. Ostern bedeutet: „Der Herr ist auferstanden, er lebt“ und „Ihr sollt auch leben“. Ostern lädt dazu ein, an den Kern des Glaubens zu erinnern: Jesus lebt. Seine Auferstehung ist nicht nur ein Gedanke für den Feiertag, sondern ein Zuspruch, der trägt, Fragen aushält und neue Perspektiven eröffnet.
Ostern spricht leise, aber kraftvoll in eine laute, verunsicherte Welt. Nachrichten von Kriegen, Krisen und Angst können das Herz schwer machen. Die Auferstehung Jesu zeigt uns: Das Leid hat nicht das letzte Wort, auch der Tod hat nicht das letzte Wort. Selbst dort, wo alles verloren scheint, schafft Gott neues Leben.
Jünger Jesu verlieren nach Tod ihres Meisters jede Hoffnung
Die Jünger Jesu hatten keine Hoffnung mehr. Sie verleugneten Jesus, rannten davon, versteckten sich. Sie hatten Angst, dass sie auch umkommen. Sie hatten alles auf Jesus gesetzt und wurden durch seinen Tod enttäuscht. Sie hatten sich Jesus und sein Reich als den König und Retter anders vorgestellt. Doch ihre Sicht änderte sich.
Was war geschehen? Sie hatten Jesus nach seinem Tod als den Auferstandenen erlebt. 40 Tage lang kam er im Auferstehungsleib immer wieder zu ihnen. Sie erlebten Jesus Christus als den Auferstandenen. Er erklärte ihnen das Reich Gottes. Aus enttäuschten, verängstigten, verlorenen, hoffnungslosen Menschen wurden Nachfolger Jesu voller Hoffnung, Mut und Leidenschaft für das Reich Gottes.
Sie verstanden: Das Kreuz war nicht das Ende – es war der Anfang von etwas Größerem. Und das bedeutet für uns heute: Auch meine Sorgen, meine Angst vor der Zukunft und die Unruhe dieser Zeit sind nicht das Ende der Geschichte. Denn Jesus ist immer da. Allen, die ihm vertrauen, gibt er Sicherheit und Hoffnung.
Ostern schenkt Kraft und Hoffnung in Krisenzeiten
Ostern erinnert uns daran, dass Hoffnung keine Illusion ist, sondern eine Kraft. Eine Kraft, die mich trägt, wenn ich die Welt nicht verstehe. Eine Kraft, die mich befähigt, trotz allem weiterzugehen, zu vertrauen und sogar Licht für andere zu sein. Gerade in Zeiten von Krieg; Krisen und Unsicherheit hilft mir diese Gewissheit: Gott ist nicht fern. Er ist mitten im Leid – und er verwandelt es. Die Auferstehung sagt mir: Neues Leben ist möglich. Frieden ist möglich. Hoffnung ist möglich.
Ein Gebet: Herr, in einer Welt voller Angst und Unsicherheit halte du mein Herz fest. Lass die Hoffnung von Ostern in mir lebendig sein, damit ich nicht verzweifle, sondern vertraue. Hilf mir, dein Licht weiterzutragen – gerade dort, wo es dunkel ist. Amen.
Wir wünschen Ihnen Gottes Segen, seine Liebe und seinen Frieden in Jesus Christus, unserem Herrn.
Wolfgang und Conny Mayr Pastor vom Christlichen Zentrum Dillingen
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