Freude für sein Fach zu entfachen, ist wohl das größte Lob, das einem Lehrer oder einer Lehrerin zuteilwerden kann. Siegfried Bachter ist das gelungen. Nicht nur mit kleinen Denkspielen wie dem lateinischen Spruch „Caesar cum vidisset portum plenum esse, iuxta navigavit“ (Übersetzung: Als Caesar sah, dass der Hafen voll war, schiffte er daneben), sondern auch mit seinem lebendigen und entspannten Unterricht ist dies dem beliebten Pädagogen Siegfried Bachter immer wieder geglückt. Am Pfingstsamstag ist der langjährige, hochgeschätzte Lehrer des Dillinger Johann-Michael-Sailer-Gymnasiums im Alter von 89 Jahren verstorben.
Seit 1965 Lehrer am Dillinger Gymnasium
Studiendirektor Siegfried Bachter unterrichtete seit 1965 bis zu seiner Pensionierung 2000 die Fächer Latein, Griechisch und Geschichte. Bei Schülern und Kollegen nicht zuletzt wegen seiner humorvollen, leicht selbstironischen Art gleichermaßen geschätzt, trug er auch maßgeblich zur Entwicklung des „Sailer“ zu einer modernen Schule bei.
Dillinger Gymnasium sehr geprägt
Dabei war ihm immer das Pädagogische, der Schüler, wichtiger als Vokabeln oder der „ablativus absolutus“. Dies zeigt sich an seinem Engagement als Unterstufenbetreuer, ist ihm doch die Wiedereinführung des Schullandheimaufenthalts der fünften Klassen im Schulleben zu verdanken, ein inzwischen fester und nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des pädagogischen Konzepts des Johann-Michael-Sailer-Gymnasiums in Dillingen.
So wie Siegfried Bachter selbst trotz seiner Kompetenz und seiner Leistungen stets bescheiden blieb, so will es hier auch dieser Nachruf sein, der von Roland Bröckl, aus der Perspektive eines ehemaligen Schülers, geschrieben wurde. Die Schulgemeinschaft des Dillinger Johann-Michael-Sailer-Gymnasiums wird dem richtungsweisenden und erzieherisch so wertvoll wirkenden Verstorbenen ein ehrenvolles und würdiges Andenken bewahren, steht es im Nachruf.
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