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Ettenbeuren: Glötts Spiel war nichts für schwache Nerven

Ettenbeuren

Glötts Spiel war nichts für schwache Nerven

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    Glötts Fans und Mannschaft bejubeln das 2:1 durch Mehmet Taner, der hier mitten in der Spielertraube verschwindet.
    Glötts Fans und Mannschaft bejubeln das 2:1 durch Mehmet Taner, der hier mitten in der Spielertraube verschwindet. Foto: Karl Aumiller

    Kein hochklassiges, aber ein nervenaufreibendes Relegationsspiel sahen rund 1200 Zuschauer in Ettenbeuren. Am Ende siegte die SSV Glött 2:1 und konnte so dem erstmals nach 50 Jahren drohenden Kreisliga-Abstieg noch einmal von der Schippe springen. Es war ein verdienter Erfolg für die Lilien gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden FC Ebershausen. Die Blau-Weißen hatten deutlich mehr Spielanteile und auch Großchancen zu verzeichnen. Wie so oft in dieser Saison fehlte es bei der SSV am Torabschluss.

    Mit fahrlässiger Chancenverwertung machte die Lipp-Truppe den FCE unnötig stark. Angetrieben von seinem zahlreichen Anhang wagte sich der Kreisklassist nach einer halben Stunde deutlich öfter in die Glötter Hälfte. Bitter für die SSV-Kicker, dass dabei gleich die erste gefährliche Aktion des FCE zum Rückstand führte. Ein Missverständnis zwischen Andi Schrettle und SSV-Keeper Dominik Trenker machte es mögliche, dass der Eckball von Johannes Vogt am ersten Pfosten den Weg ins Glötter Gehäuse fand. (33.). Die sichtlich geschockten Lilien mussten sich erst einmal in die Halbzeitpause retten.

    Glötter Überlegenheit nimmt zu

    Nach dem Seitenwechsel tat sich Glött trotz optischer Überlegenheit zunächst schwer. Erst die Einwechslungen von Florian Böck, Stephan Ansbacher und Mehmet Taner belebten noch einmal das Glötter Offensivspiel. Vor allem Routinier Taner sollte noch eine entscheidende Rolle einnehmen. Raffaele Albano, Pius Galgenmüller und Florian Böck drei weiter SSV-Großchancen.

    In der Schlussphase konnten die Grün-Weißen dem Druck nicht mehr standhalten. Nach einem Eckball von Taner war Youngster Florian Böck am zweiten Pfosten zur Stelle und drückte die Kugel per Kopf über die Linie – 1:1 (84.). Die SSV blieb dran und drehte die Partie nur drei Minuten später mit dem 2:1. Eine Hereingabe von Mehmet Taner fand an Freund und Feind vorbei den Weg in die Maschen des FCE-Gehäuses (87.).

    In der 16-minütigen Nachspielzeit mussten die Glötter Spieler und auch der zahlreiche Anhang richtig bangen. Ein Ebershausener Eckball wurde gerade noch so vor der Linie des Lilien-Tores geklärt (100.). In der 106. Minute traf der FC Ebershausen zum vermeintlichen 2:2-Augleich. Doch Torschütze Manuel Glogger köpfte aus dem Abseits vor Trenker ein, was vom Referee auch erkannt wurde. Unmittelbar danach beendete Schiedsrichter Steffen Brenner die faire Partie und Glött bleibt Kreisligist.

    Ein glücklicher Trainer der SSV Glött

    „Wir waren auf dem Punkt voll da, leider haben wir uns selbst verschuldet und unnötig ins Hintertreffen gebracht“, bilanzierte SSV-Trainer Bernd Lipp: „Die Mannschaft hat nie aufgehört, an sich zu glauben und am Ende völlig verdient gewonnen. Auch, wenn es in den letzten Minuten nochmals richtig eng für uns wurde. Vor wenigen Wochen schon totgesagt, haben wir das Unmögliche mit großer Willenskraft und harter Arbeit tatsächlich geschafft!“

    SSV Glött: Trenker; Strehle, F. Bacherle, Schrettle, E. Schneider (68. Taner), B. Ostertag (64. Böck), Albano, B. Seybold (68. St. Ansbacher), Kastner, Stutzmüller (90. R. Bacherle), Galgenmüller (90. B. Waidele)

    FC Ebershausen: T. Vogt; Hiller, Langenstein, Matzka, E. Glogger (88. Wörz), Jäger (90. Brennig), Lenz (86. Schlosser), Schmidberger (71. Zeller), J. Vogt, Mader, M. Glogger

    Tore: 1:0 Johannes Vogt (33.), 1:1 Florian Böck (84.), 1:2 Mehmet Taner (87.) Schiedsrichter: Steffen Brenner (SC Nähermemmingen-Baldingen) Zuschauer: 1214 in Ettenbeuren

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