In einem Teil des Bruckwörthweges in Höchstädt soll es eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h geben. Das Gefühl, dass die Menschen hier schneller als 50 Kilometer pro Stunde fahren, sei immer da, sagt Bürgermeister Stephan Karg in der Bau- und Umweltausschusssitzung am Montag. Eine Geschwindigkeitsmessung zeige jedoch: Der Geschwindigkeitsdurchschnitt liegt darunter. Weniger als 20 Prozent der Verkehrsteilnehmer übertreten die Geschwindigkeitsbegrenzung, informieren Rathauschef Karg und Stadtbaumeister Thomas Wanner.
Rechtlich könne nicht die ganze Straße auf 30 begrenzt werden
Ursprünglich habe ein Antrag für eine „Zone 30“ vorgelegen, erläutert Wanner. Das sei nicht möglich, da man sich im Bruckwörthweg nicht in einem Siedlungsgebiet befinde. Auch die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h für die gesamte Straße vom Bauhof bis zur Brücke an der Karl-Mengele-Straße sei rechtlich nicht möglich. Dazu fehlen beispielsweise „ein durchgängiger niederschwelliger Gehweg“ und querende Radwege, erklärt der Stadtbaumeister. Bei einer „fälschlichen Geschwindigkeitsbegrenzung“ erfolge keine Kontrolle durch Verkehrsüberwachung Schwaben Mitte mehr.
Außerdem sorge eine Geschwindigkeitsbegrenzung der ganzen Straße für einen „Schilderwald“, sagt Wanner. 16 zusätzliche Schilder müssten aufgrund der Einmündungen aufgestellt werden, was nicht im Sinne der Stadt sei. Der Bruckwörthweg hält die erforderlichen Vorgaben für eine Begrenzung von 30 km/h nur im Bereich zwischen der Abzweigung Goethestraße bis zur Vogteistraße ein.
Auch vor Radfahren soll gewarnt werden
Ausschussmitglied Thomas Schmitt meint, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht viel bringen würde. Schon die Brücke bremse den Verkehr aus, sagt er. Auch Hans Mesch bezweifelt, dass der Effekt groß sein wird. Beide Stadträte betonen, dass an ihnen die Begrenzung nicht scheitern soll. Sie plädieren aber für eine passende Begründung, die an den Verkehrsschildern angebracht werden soll. „Vorsicht Radfahrer“ solle diese lauten. Letztendlich wird der Begrenzung von 30 km/h zwischen der Abzweigung Goethestraße bis zur Vogteistraße einstimmig zugestimmt.
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