Wenn am 8. März in Bayern Kommunalwahlen abgehalten werden, wird sich auch in den Rathäusern im Kreis Dillingen einiges ändern. In manchen Gemeinden stehen mehrere Personen zur Wahl, in anderen wird nur eine Person auf dem Stimmzettel sein. Wir haben die Kandidierenden im Landkreis Dillingen befragt, wie sie auf ihren Ort blicken, welche Themen dort am drängendsten sind und wieso sie Bürgermeister oder Bürgermeisterin werden wollen. Heute ist Thomas Heidel dran, der in Glött kandidiert. Dort tritt auch der parteilose und offiziell nicht nominierte Bewerber Jürgen Uhl an. Uhl entschied sich, nicht an der Interview-Reihe unserer Redaktion teilzunehmen.
Herr Heidel, warum wollen Sie Bürgermeister von Glött werden?
THOMAS HEIDEL: Ich bin in Glött groß geworden. Ich habe hier in der Blaskapelle Trompete gespielt, war Ministrant und mit voller Begeisterung über mehrere Jahrzehnte bei der SSV Glött als Fußballer aktiv. An warmen Sommertagen saß ich mit meinen Freunden bei der „Wirtle Anni“ auf der Treppe und habe dort ein Eis gegessen oder eine Brause getrunken. Glött ist für mich Heimat und damit eine echte Herzensangelegenheit. Ich möchte, dass unsere Gemeinde für alle Generationen ein lebenswerter und herzlicher Ort bleibt. Deshalb will ich nicht nur mitreden, sondern auch aktiv Verantwortung übernehmen – für ein Glött, das seine Traditionen bewahrt und gleichzeitig mutig die eigene Zukunft gestaltet.
Was ist die größte Aufgabe in den kommenden sechs Jahren?
HEIDEL: Die größte Aufgabe wird sein, die finanzielle Stabilität zurückzugewinnen, ohne dabei die Bedürfnisse der Bürger zu vernachlässigen. Dazu gehört für mich unter anderem, wieder eine Einkaufsmöglichkeit und eine ärztliche Versorgung vor Ort zu schaffen. Ebenso wichtig wird es sein, Teile der gemeindlichen Infrastruktur zu modernisieren, damit unser Ort auch langfristig zukunftsfähig bleibt. Glött muss für Familien und Unternehmen attraktiver werden.
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