Bereits vor neunzig Jahren hatte der Philosoph Walter Benjamin in seinem berühmten Essay „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ beschrieben, wie durch beliebige und ständige Vervielfältigung Werke der Musik und der bildenden Kunst das verlieren, was Benjamin ihre „Aura“ nannte, also ihre Einzigartigkeit in einem bestimmten Augenblick. Und um wieviel mehr gilt das im 21. Jahrhundert, wo die Künstliche Intelligenz mittlerweile Bilder „à la Picasso“ oder Konzerte „à la Bach“ erstellen kann, die selbst für Fachleute kaum von den originalen Vorbildern zu unterscheiden sind.
Höchstädt
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