Der Traum ist geplatzt. Nachdem die U23-Fußballer des FC Gundelfingen aus einer in der Winterpause schier aussichtslosen Situation heraus noch auf den letzten Drücker die Abstiegsrelegation erreicht hatten, kam im ersten von zwei möglichen Spielen der Knockout. Gegen den TSV Babenhausen verloren die Grün-Weißen vor 717 Fans in Waldstetten mit 0:1 (0:0) und müssen damit nach einem Jahr zurück in die Kreisliga.
Gundelfinger war schwächer
„Die waren einfach besser“, ließ Johannes Hauf in seinem Urteil über die Babenhauser erst gar keine Zweifel aufkommen. Der im Frühjahr reaktivierte Offensivspieler war zur Pause eingewechselt worden, konnte dem Spiel allerdings keine entscheidende Wende mehr geben. Dabei stand es da noch 0:0, wobei dieses Ergebnis für die Grün-Weißen schmeichelhaft war. Nicht unbedingt wegen der Spielanteile, ganz sicher aber wegen der Torchancen. „Babenhausen war einfach die reifere Bezirksliga-Mannschaft“, räumte auch FCG-Coach Armin Resselberger ein. „In den entscheidenden Situationen wussten sie genau, was sie gegen unsere junge Truppe zu tun hatte. Da mussten wir uns lange bei Torhüter Elias Thurn bedanken, dass wir nicht früh entscheidend zurücklagen, er hat eine Topleistung abgeliefert. Ansonsten war es eine verschlafene erste Halbzeit, wir waren viel zu nervös.“
Hinzu kam, dass Resselberger nach einer halben Stunde schon wechseln musste. Verteidiger Raphael Schneider hatte sich beim Landen nach einem Kopfballduell verletzt, konnte das Knie nicht mehr durchdrücken. „Dadurch mussten wir personell umstellen, das war auch nicht förderlich“, so Resselberger.
Chancen des FCG Mangelware
Nach der Pause schien es, als würde der FCG aufkommen. „Allerdings waren wir nie richtig zwingend“, räumte der Coach ein. Szenen, wie sie der TSV Babenhausen hatte, vermisste der zahlreiche FCG-Anhang. Und so war es immer wieder Elias Thurn, der rettete und insbesondere Marius Staiger regelrecht zur Verzweiflung trieb. Drei Hochkaräter konnte der Babenhauser nicht verwerten. Als schließlich schon viel auf eine Verlängerung hindeutete, kam für die Grün-Weißen doch noch der K. o. „Erst verursachen wir einen unnötigen Freistoß, dann stimmt die abgesprochene Zuordnung nicht“, ärgerte sich Resselberger. Zwar flog der Flankenball zunächst an allen vorbei, aber Silas Bauer brachte die Kugel nochmal gefährlich vors Tor und TSV-Spielertrainer sorgte kurz vor Schluss für kollektiven Jubel beim Süd-Bezirksligisten. In der Nachspielzeit handelte sich zudem Neo Fähnle einen Platzverweis ein, als er TSV-Torjäger Fatih Ademi im Laufduell zu Fall brachte. Ademi wäre sonst frei vor Thurn aufgetaucht.
„Das ist bitter“, räumte Resselberger ein, um Sekunden später schon wieder Optimismus zu versprühen. „Wir greifen mit einer neuen Mannschaft in der Kreisliga wieder an“, erklärt der 57-Jährige, der beim FCG verlängert hat. Nicht mehr dabei sind dann die Abgänge Marco Gerold (BC Schretzheim), Neo Fähnle (TSG Giengen) und Nik Groepper (VfR Jettingen). Dass weitere Kicker den Verein verlassen, ist nicht ausgeschlossen.
TSV Babenhausen: Dilba – Keller, Fischäß, Hammer, Hauser – Pölcher (68. Jansen), Bauer (90.+2 Moroz), Escher, Schwegle (46. Kochlöffel), Staiger (89. N. Graf) – Ademi
FC Gundelfingen U23: Thurn – Scheu, Schön, R. Schneider (31. Nelkner, 89. Otto), Krist (46. Hauf) – Maliqi, Gerold (68. Toth), Leimer, Abt, Jarzew – Fähnle
Schiedsrichter: Wirkner (Mertingen) Tor: 1:0 Fischäß (87.) Gelbe Karten: Keller / Nelkner, Fähnle, Jarzew, Scheu Rote Karte: Fähnle (90.+1/Gundelfingen) Zuschauer: 717 (in Waldstetten)
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