„Er kam, sah und siegte“ – die berühmte Aussage über Julius Cäsar trifft derzeit auch bei den Fußballern des TV Gundelfingen zu. Im Sommer 2023 begann die sportliche Erfolgsstory der „Turner“. Und sie ist ganz eng verbunden mit dem Namen Andreas Funk. Gleich in seiner ersten Saison führte der Spielertrainer den TVG als souveräner Meister der A-Klasse West 2 in die Kreisklasse.
Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt in der vergangenen Saison befindet sich der TVG auch in dieser Spielzeit auf gutem Wege, dieses Ziel wieder zu erreichen. Doch etwas Vorsicht ist noch geboten. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz bei zwei noch ausstehenden Spielen. „Wir haben es in der eigenen Hand“, zeigt sich Abteilungsleiter Jakob Springer aber optimistisch für den Saisonendspurt.
Gundelfingens Saisonstart war verhalten
Dabei sah es zu Beginn der Runde alles andere als rosig aus. Nach vier Niederlagen und fünf Unentschieden ging der TVG erst am zehnten Spieltag beim 4:0 gegen den FC Weisingen als Sieger vom Platz. Danach setzten sich die Stärken der Mannschaft jedoch immer mehr und öfter durch. Die spielerische Komponente ist laut Abteilungsleiter sehr gut ausgeprägt: „Das liegt hauptsächlich daran, dass wir einige Spieler mit höherklassiger Erfahrung in unseren Reihen haben.“
Namentlich ausgedrückt sind dies Andreas Funk, Marcel Brugger und Steven Kopp. Alle drei Akteure kickten bereits in der Bezirksliga bei unterschiedlichen Vereinen. Spielertrainer und „6er“ Andreas Funk spielte beim SV Donaumünster/Erlingshofen und ist sowohl als Trainer wie Aktiver Kopf der Mannschaft. Abwehrspieler Marcel Brugger schnürte seine Fußballstiefel schon für den FCG II und Steven Kopp bei der SSV Glött.
Die beiden Letztgenannten stammen ursprünglich aus der sehr guten Talentschmiede des großen Stadtnachbarn FC Gundelfingen. Eine weitere Stärke beim TV Gundelfingen ist der relativ ausgeglichene Kader von 15, 16 Spielern. Auf Strecke und im späteren Saisonverlauf stellte das für den TVG ein gutes und nicht zu unterschätzendes Faustpfand heraus.
Dass das Team die Qualität für einen gesicherten Mittelfeldpatz hat, zeigte der Verein in den letzten beiden Partien. Mit 7:0 gewannen die Funk-Schützlinge beim FC Weisingen. Und zuletzt knöpfte man der Spitzenmannschaft Kicklingen/Fristingen beim 1:1 einen Punkt ab. Einen kleinen Wermutstropfen sieht Jakob Springer im Titel der „Remis-Könige“, den sich sein Verein gesichert hat. In 24 Spielen spielte man elfmal unentschieden.
TVG-Mannschaft hat Potenzial
„Wir haben eine relativ junge Mannschaft“, freut sich Springer und erklärt: „Dadurch fehlt natürlich auch mal die letzte Cleverness und Durchschlagskraft in der Offensive, um die knappen Spiele zu gewinnen.“ Dies soll in Zukunft jedoch öfter passieren, damit der Verein sein großes Ziel weiterhin realisieren kann: den mittel- bzw. langfristigen Verbleib in der Kreisklasse.
Dafür benötigt Gundelfingen nicht nur erfahrene Spieler, sondern auch junge Akteure. Etwa Constantin Wörle und Florian Glatzmeier. Den beiden Talenten bescheinigt er Potenzial und prophezeit eine gute sportliche Zukunft.
Darüber hinaus profitiert der TVG teilweise von der Jugendarbeit des Lokalrivalen FCG. Für die Spieler, die beim großen Nachbarn keine höherklassige sportliche Zukunft sehen, bietet der TV Gundelfingen eine optimale sportliche Heimat.
Zukunft ist ein gutes Stichwort. Der erfolgreiche Spielertrainer Andreas Funk und der TVG werden auch kommende Saison zusammenarbeiten. Der Gundelfinger Verein ist somit gut aufgestellt. „Wir befinden uns in einem absoluten Hoch. Das gab es seit mindestens 15 Jahren nicht mehr“, stellt Jakob Springer fest. Und jetzt arbeiten alle beim TVG an der Fortsetzung der Erfolgsstory.
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