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Höchstädt: Kann Paul Winter Höchstädter Ehrenbürger bleiben?

Höchstädt

Kann Paul Winter Höchstädter Ehrenbürger bleiben?

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    Bürgermeister Alfred Reiser (rechts) überreichte  dem Komponisten Paul Winter am 7. April 1960 im alten Rathaus in Höchstädt die Ehrenbürgerurkunde. Jetzt trüben Schatten aus der Nazi-Zeit das Lebenswerk des Musikers.
    Bürgermeister Alfred Reiser (rechts) überreichte dem Komponisten Paul Winter am 7. April 1960 im alten Rathaus in Höchstädt die Ehrenbürgerurkunde. Jetzt trüben Schatten aus der Nazi-Zeit das Lebenswerk des Musikers. Foto: Photo Bosch Höchstädt/Repro: Berthold Veh

    Es war ein feierlicher Festakt an jenem 7. April 1960 im Höchstädter Stadtrat. Der Komponist Paul Winter erhielt damals im alten Rathaus die Ehrenbürgerwürde der Stadt. Viele Zuhörer verfolgten den Festakt. "Der Sitzungssaal prangte in herrlichem Blumenschmuck und verlieh dem Festakt ein würdevolles Gepräge", war vor fast sechseinhalb Jahrzehnten in unserer Zeitung zu lesen. Der damalige Bürgermeister Alfred Reiser betonte, dass die Ehrenbürgerschaft die höchste Auszeichnung darstelle, die eine Kommune zu vergeben habe. Paul Winter (1894 bis 1970), dessen Vater Hans Winter ein Höchstädter war, erhielt die Auszeichnung aus einem einzigen Grund: Er hatte 1954 das Heimatfestspiel "Rendezvous bei Höchstädt 1704" komponiert und es der Stadt zum Geschenk gemacht. Man sei sich darüber im Klaren gewesen, dass Höchstädt dieses Geschenk "nicht ohne eine gebührende Dankabstattung annehmen könne", berichtete unsere Zeitung damals. Doch jetzt trüben die Schatten seiner Nazi-Vergangenheit Paul Winters Lebenswerk. 

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