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Holzheim: Das Nahwärmenetz in Eppisburg ist vom Tisch

Holzheim

Das Nahwärmenetz in Eppisburg ist vom Tisch

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    Für ein Wärmenetz muss erst einmal, wie hier in Dillingen, viel umgegraben werden. In Eppisburg ist das Wärmenetz vorerst gescheitert.
    Für ein Wärmenetz muss erst einmal, wie hier in Dillingen, viel umgegraben werden. In Eppisburg ist das Wärmenetz vorerst gescheitert. Foto: Berthold Veh

    Vorerst wird es kein Nahwärmenetz im Holzheimer Ortsteil Eppisburg geben. Das hat Bürgermeister Simon Peter am Dienstagabend im Gemeinderat bekannt gegeben. Ganz gestorben ist das Netz damit aber womöglich nicht. 

    In der Eppisburger Bürgerversammlung im April war angeklungen, dass das Thema Nahwärme die Menschen im Ortsteil bewegt. Ob und wann man eine neue Heizung einbauen muss, machen viele auch von der Frage abhängig, ob nicht ein Anschluss an ein Nahwärmenetz infrage kommt. Die Firma GP Joule, die einen Sitz in Buttenwiesen hat, wollte in Eppisburg ein solches Netz aufbauen

    Die Wärme sollte aus Hackschnitzeln und einer etwa 3,5-Hektar großen Photovoltaikfläche kommen, mit deren Strom wiederum eine Wärmepumpe betreiben worden wäre. Ein Grundstück für die Heizzentrale war schon gefunden worden, nun scheiterte das Projekt jedoch an den Flächen für die Photovoltaikanlage. "Die Grundstücksverhandlungen werden von GP Joule nicht weitergeführt", sagte Peter im Gemeinderat. Diese seien nicht zielführend gewesen. Deshalb ziehe sich GP Joule aus dem Projekt zurück. 

    Kommt jetzt eine Genossenschaft fürs Nahwärmenetz Eppisburg?

    Aus dem Gemeinderat kam die Nachfrage, ob auch mangelndes Interesse der Bürger und Bürgerinnen eine Rolle gespielt habe. Das verneinte der Rathauschef. GP Joule sei noch gar nicht so weit gewesen und habe noch gar keine möglichen Interessenten ermittelt. Das mache die Firma erst, wenn die Flächensuche erfolgreich sei, schildert es der Bürgermeister in der Sitzung. 

    Wie Peter aber am Rande der Sitzung weiter anklingen ließ, müsse das nicht bedeuten, dass die Bestrebungen, ein Nahwärmenetz aufzubauen, deshalb ganz gestorben sind. So spielten laut dem Rathauschef auch Eppisburger Biogasanlagenbetreiber mit dem Gedanken, das Nahwärmenetz über die Anlage laufen zu lassen und dafür eine Genossenschaft zu gründen. Zudem gebe es ja noch die Aussicht auf den Bau von Windrädern im Weisinger Forst. Möglicherweise könnten auch die für ein neues Wärmenetz genutzt werden, so Peter.

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