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Jubiläumsgottesdienst erinnert an 450 Jahre Reformation in Bächingen

Bächingen

„450 Jahre evangelisch“: So hat Bächingen die Kraft der Reformation gefeiert

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    Nach der üblichen Winterpause, bei der die Gottesdienste in der Bächinger Gemeindehalle gefeiert werden, sahen nun zahlreiche Gäste wieder die Nikolaikirche – inklusive neuer Orgel – von innen.
    Nach der üblichen Winterpause, bei der die Gottesdienste in der Bächinger Gemeindehalle gefeiert werden, sahen nun zahlreiche Gäste wieder die Nikolaikirche – inklusive neuer Orgel – von innen. Foto: Evang.-Luth. Kirchengemeinden Bächingen und Gundelfingen

    Pfingsten: Dieses Datum sprach für sich“, schreibt Pfarrerin Marit Hole über den Festgottesdienst am Sonntag. Viele Gemeindemitglieder aus Bächingen, Gundelfingen und Haunsheim hätten sich an jenem Tag in der Bächinger Nikolaikirche eingefunden. Sie feierten nicht nur den „Geburtstag der Kirche“, sondern auch die Einführung der Reformation vor 450 Jahren. Ritter Eitelhans von Westernach war damals die treibende Kraft hinter dieser Neuausrichtung des christlichen Glaubens. Sie sollte sich auf die ganze Region auswirken. Pfarrerin Hole konnte neben Dekan Jürgen Pommer auch die Bürgermeister der beiden Gemeinden Bächingen und Medlingen, Siegmund Meck und Michael Mayr sowie eine große Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr in der Kirche begrüßen.

    Pfarrerin Marit Hole: Die Kirche besteht aus Menschen, nicht aus Steinen

    In seiner Festpredigt betonte Dekan Jürgen Pommer, die Bedeutung der Kommunikation für die Kirche und den christlichen Glauben. Die Jüngerinnen und Jünger hätten einander damals verstanden, ohne selbst die Sprache der Anderen gelernt zu haben. Es komme in der Kirche darauf an, einander aufmerksam zuzuhören, ohne vorgefasste Meinungen.

    Diese Steine sollen veranschaulichen, dass die Gemeinde nicht aus Stein, sondern aus Menschen besteht.
    Diese Steine sollen veranschaulichen, dass die Gemeinde nicht aus Stein, sondern aus Menschen besteht. Foto: Evang.-Luth. Kirchengemeinden Bächingen und Gundelfingen

    Dass die Kirche in Bächingen über so viele Jahrhunderte vom Glauben einzelner Menschen geprägt wird, verdeutlichten bunte Kirchenkisten. Sie waren liebevoll von den Kindern des Kindergartens und aus Gruppen der Kirchengemeinde als „Geburtstagsgeschenke“ gestaltet worden. „Die Kisten machten anschaulich, dass die Bausteine einer Kirchengemeinde im Wesentlichen immer die einzelnen Menschen sind, die über Jahrhunderte weg mit ihrem Glauben den Ort prägen. Sie sind die lebendigen Steine, aus denen die Kirche gebaut wird – und nicht das Kirchengebäude an sich“, ist Pfarrerin Hole überzeugt.

    Bürgermeister Meck zum 450. Jubiläum: Kriche ist für alle wichtig

    Darauf bezog sich auch Bürgermeister Siegmund Meck aus Bächingen, der für beide Orte Medlingen und Bächingen betonte, wie prägend auch die Nikolaikirche selbst für die Ortschaften ist – und für alle Menschen vor Ort, egal welcher Konfession sie angehörten. Es sei dem ganzen Ort ein Anliegen, dass die Kirche auch für zukünftige Generationen erhalten bleibe.

    Eine Rose mit der Sorte „Soli deo gloria“ und einen historischen Dachziegel überbrachte Pfarrerin Stephanie Kastner aus Haunsheim mit dem Wunsch, der Glaube möge auch weiterhin in Bächingen fest verwurzelt sein, blühen und wenn nötig, „sich auch mit seinen Dornen zu wehren wissen.“

    Altbürgermeister Wilhelm Rochau stellte für die Feier am Sonntag extra einen historischen Rückblick zusammen.
    Altbürgermeister Wilhelm Rochau stellte für die Feier am Sonntag extra einen historischen Rückblick zusammen. Foto: Evang.-Luth. Kirchengemeinden Bächingen und Gundelfingen

    Für festliche Klänge sorgten nicht nur Erika Moosdiele an der neuen Orgel und Thomas Bäurle (Trompete), sondern auch der „Posaunenchor Brenz.“ Draußen erwartete die Gäste zudem ein Buffet und ein historischer Rückblick in Bildern, von Altbürgermeister Wilhelm Rochau zusammengestellt. (AZ)

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