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Klimaziele für Gundelfingen sind brachial: 2065 Wärmepumpen sind eine Mammutaufgabe

Gundelfingen

Klimaziele für Gundelfingen sind brachial: 2065 Wärmepumpen sind eine Mammutaufgabe

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    Die Hoffnung in Gundelfingen liegt auf Wärmepumpen. Diese heizen sehr effizient, doch viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich, ob am Ende die Stromkosten nicht doch höher sind als die Kosten für Heizöl oder Gas.
    Die Hoffnung in Gundelfingen liegt auf Wärmepumpen. Diese heizen sehr effizient, doch viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich, ob am Ende die Stromkosten nicht doch höher sind als die Kosten für Heizöl oder Gas. Foto: Laura Ludwig, dpa (Symbolbild)

    Das wird brenzlig. Eine Stadt, die momentan zu 76 Prozent mit Erdgas heizt, soll in 14 Jahren ohne auskommen. Die Experten, die das Wärmegutachten für Gundelfingen erstellten, können nur übermitteln, was die Regierung aufhalst. Zwar bieten sich Erdwärmekollektoren oder Geräte an, die aus dem Grundwasser oder der Brenz Wärme gewinnen. Das sind aber nur Nischen. Bei allen Prognosen und Hochrechnungen bleibt eine zentrale Frage unbeantwortet: Wie sollen die Vorgaben letztlich umgesetzt werden? Derzeit sorgt der Preisschock am Öl- und Gasmarkt dafür, dass die Verbraucher deutlich offener dafür sind, eine Wärmepumpe einzubauen. Doch wie lange wird dieser Trend anhalten?

    Sicherlich wäre ein Fernwärmenetz schön. Es kann jedoch nur einen Bruchteil der Häuser versorgen. Laut den Ingenieuren von Steinbacher Consult könnte es vier Prozent der nötigen Wärme liefern. In ihrer Prognose für 2040 schätzen sie, dass Holz- oder Pelletheizungen dann vier Prozent ausmachen, drei Prozent kommen aus Stromdirektheizungen. Der komplette Rest soll sich aus 2185 Wärmepumpen speisen.

    Vier Gründe, warum die Zielvorgaben auf wackligen Beinen stehen

    Die Vorgaben des Wärmekonzepts umzusetzen, wird eine Mammutaufgabe. Vier Gründe: Erstens sind viele Bürgerinnen und Bürger genervt und verwirrt nach so vielen Ideologiedebatten und dem Hin und Her der Bundesregierung(en). Zweitens: Wärmepumpen sind zwar energetisch sehr effizient, doch ihre Attraktivität hängt stark vom Strompreis ab. Laut der Eurostat-Behörde der EU hatte Deutschland im ersten Halbjahr 2025 für private Haushalte die höchsten Strompreise in Europa. Warum sollte er billiger werden? Jetzt zeigt sich zwar, wie riskant es ist, nur auf Öl und Gas zu setzen. Wir müssen langfristig von fossilen Energieträgern loskommen. Doch, drittens, sollte der Strom dann vollkommen ökologisch sein, wenn schon Hausbesitzer aufgefordert werden, den Gashahn abzudrehen. Ob die Regierung das schafft, wird spannend. Viertens ist das Ziel schwer zu erreichen, weil so viele Wärmepumpen das Stromnetz herausfordern.

    Den einen richtigen Weg wird es vermutlich gar nicht geben. Insofern ist es gut, dass die Stadt Gundelfingen sich um ein Fernwärmenetz bemüht und offen für andere Möglichkeiten ist.

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