Der Biber ist ein Thema, das die Gemüter in der Region erregt. Vielerorts wird nach Überschwemmungen durch Dämme, die aus den fleißigen Werken der Tiere hervorgehen, aufwendig nach Lösungen gesucht, die für Mensch und Tier vertretbar sind. Denn der Biber steht unter Schutz. Wer ihn verletzt oder seine Bauten beschädigt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit hohen Geldstrafen rechnen. In Bachhagel etwa hat einer der Nager den Zwergbach blockiert, weshalb das umliegende Gebiet ungewollt unter Wasser stand. Außerdem hat er Bäume und Äste für Baumaterial abgenagt. Die Lösung: ein sogenannter Bibertäuscher. Dabei handelt es sich um ein Rohr, das durch den Biberdamm hindurchgelegt wird und den Baureiz unterbrechen soll. Auch im Bissinger Gemeindeteil Hochstein wurde die Vorrichtung eingesetzt. In beiden Fällen spricht man von Erfolgen. Das Zusammenleben von Biber und Mensch kann also gelingen.
Kommentar
Biber: Die Verhältnismäßigkeit muss stimmen
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