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Kritik: „Auf neuem Dillinger Radweg fehlt eine Abbiegespur“

Dillingen-Schretzheim

Mangel? Auf dem neuen Dillinger Radweg fehle eine Abbiegespur

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    Eine Abbiegespur vom Radweg zwischen der Schretzheimer Kreuzung und der östlichen Dillinger Stadteinfahrt zu den Einkaufsmärkten wurde bei der Schretzheimer Bürgerversammlung gefordert.
    Eine Abbiegespur vom Radweg zwischen der Schretzheimer Kreuzung und der östlichen Dillinger Stadteinfahrt zu den Einkaufsmärkten wurde bei der Schretzheimer Bürgerversammlung gefordert. Foto: Berthold Veh

    Etwa 70 Interessierte sind am Dienstagabend zur Schretzheimer Bürgerversammlung in die Kleeblattstuben gekommen. „Wir wollen doch wissen, wie Dillingen sich entwickelt“, nennen Veronika und Erwin Gumpp gegenüber unserer Redaktion den Grund ihres Kommens. Darüber informiert Oberbürgermeister Frank Kunz in einem gut einstündigen Rückblick. Der Rathauschef erläutert, dass die Schere zwischen Finanzlage und notwendigen Aufgaben immer weiter auseinandergehe. Dennoch zeigt sich das Ehepaar Gumpp zufrieden. „Es ist schon bemerkenswert, was sie in Dillingen dennoch alles hinbringen“, stellt Veronika Gumpp nach der Versammlung fest. Am Ende gab es für die Bürger und Bürgerinnen die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Was wünschen sich die Menschen in Schretzheim?

    Birgit Burkhart geht auf den neuen Radweg von der Schretzheimer Kreuzung in Richtung Stadtmitte ein. „Warum ist das nur ein Durchgangsradweg?“, fragt die Schretzheimerin. Ihr fehle eine Abzweigung zu den Einkaufsmärkten Aldi und Co. In der Tat ist zu beobachten, dass Radler und Radlerinnen auf der Rudolf-Diesel-Straße nebenan fahren, und nicht auf dem neuen Radweg an der alten B16. Oberbürgermeister Kunz wies darauf hin, dass die Planung mit dem Landkreis Dillingen abgestimmt wurde. An der Rudolf-Diesel-Straße parken Autos, da sei es ein Sicherheitsrisiko, Radler vom Radweg herunter zu den Einkaufsmärkten zu leiten. Die Situation soll aber nun nochmals von Experten überprüft werden.

    Die Müll-Sammelstationen sind immer wieder verdreckt

    Erwin Philipp hatte bereits während des Vortrags des Rathauschefs eingehakt. Kunz hatte Fotos von sauberen Müllstationen des Abfallwirtschaftsverbands Nordschwaben gezeigt. Mit den Worten: „So sollte es dort aussehen.“ In der Realität häufe sich vor den Altglas- und Dosen-Sammelcontainern aber immer wieder Müll an. Ebenso beklagte der Rathauschef, dass am umgebauten barrierefreien Dillinger Bahnhof Unrat hinterlassen und die Unterführung beschmiert werde. Erwin Philipp forderte, vor den Sammelstationen eine Videoüberwachung einzurichten. Das scheitere an den rechtlichen Hürden, entgegnete Kunz. Wenn Bürger der Stadt Müllsünder melden, „dann zeigen wir das an“, betonte Kunz.

    Drei Millionen Euro hat die Sanierung und Erweiterung der Grundschule Schretzheim gekostet. Jetzt haben Bürger und Bürgerinnen die Gelegenheit, die Schule bei einem Tag der offenen Tür zu besichtigen.
    Drei Millionen Euro hat die Sanierung und Erweiterung der Grundschule Schretzheim gekostet. Jetzt haben Bürger und Bürgerinnen die Gelegenheit, die Schule bei einem Tag der offenen Tür zu besichtigen. Foto: Andreas Albert, Stadt Dillingen

    Thomas Strehler wünschte sich, dass an besonderen Tagen an der Grundschule in Schretzheim wieder beflaggt werden kann. Dies ist offensichtlich seit dem jüngsten Umbau nicht mehr möglich. Drei Millionen Euro hat die Stadt Dillingen, wie Kunz informierte, in die Sanierung und den Anbau der Schretzheimer Grundschule gesteckt. Bürger und Bürgerinnen haben demnächst die Gelegenheit, die Gebäude zu besichtigen. Ein Tag der offenen Tür findet am Freitag, 24. Juli, von 13.30 bis 16 Uhr statt. Strehler wies zudem darauf hin, dass das Kruzifix im Schretzheimer Friedhof einer Renovierung bedürfe. „Der Herrgott hat ansonsten nicht mehr lange Füße“, mahnte der Schretzheimer.

    Erich Kehrle meldete ebenfalls einen Sanierungsbedarf. Die Zwergbachbrücke im Bereich Feuchtwanger Straße/Am Weiherberg sei renovierungsbedürftig. Alfred Jost wies auf das 150. Jubiläum der Schretzheimer Feuerwehr hin, das vom 18. bis zum 20. September gefeiert wird. Er fragte nach, ob der städtische Bauhof mithelfen könne, was Kunz zusicherte.

    Schretzheim ist weiter der größte Dillinger Stadtteil

    Der Rathauschef hatte in seinem Bericht erläutert, dass die Einwohnerzahl Dillingens zum Jahresende 2025 leicht auf 20.342 gesunken sei. Schretzheim zählte am Jahresende 2525 Einwohner und ist dabei vor Hausen weiter der größte Dillinger Stadtteil.

    Die Termine der weiteren Bürgerversammlungen (Beginn jeweils 20 Uhr): Donaualtheim (Sportheim), 16. Juni, Kicklingen (Schützenheim), 17. Juni, Hausen (Vereinsheim), 22. Juni, Steinheim (Schützenheim), 23. Juni, Fristingen (Storchennest), 24. Juni, Kernstadt (Stadtsaal), 8. Juli.

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