Neben zahlreichen neuen Gemeinderätinnen und Stadträten wird im Landkreis Dillingen am 8. März auch in 24 Kommunen ein neuer Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin gewählt. Manche der Kandidaten haben sich schon früh für eine Kandidatur entschieden, andere haben länger gezögert, ob sie sich als Kandidat präsentieren. Manche Bürgermeister hören nach jahrzehntelanger Amtszeit auf. Eine große Auswahl gibt es in Wertingen. Vier Kandidaten und eine Kandidatin wollen dort den scheidenden Bürgermeister beerben. Ein Duell gibt es in Lauingen zwischen der Amtsinhaberin Katja Müller und Herausforderer Philipp Barfuß. Und auch in anderen Gemeinden wird sich nach der Wahl der Name des Rathauschefs ändern: In Glött tritt der langjährige Bürgermeister Friedrich Käßmeyer nicht mehr an und auch in Schwenningen zieht sich Johannes Ebermayer zurück. Dafür gibt es in beiden Gemeinden zwei Kandidaten um den Sitz im Rathaus. Auch wenn es in Glött nur Thomas Heidel geschafft hat, auf dem Wahlzettel zu stehen. Jürgen Uhl hofft auf Stimmen per Namensnennung auf dem Stimmzettel.
Bürgermeisterwahl 2026 im Kreis Dillingen: In manchen Gemeinden wird es spannend
In Bächingen hingegen hat der Herausforderer von Amtsinhaber Siegmund Meck ganz bewusst den Weg gewählt, sich nicht nominieren zu lassen. Dort tritt der parteilose Janosch Parge an und hofft, von den Wählern auf den Stimmzettel geschrieben zu werden. Und auch in Haunsheim gibt es ein Duell ums Rathaus: Dort fordert Stefan Lukschnat den amtierenden Bürgermeister Christoph Mettel heraus. Es wird also mancherorts durchaus spannend.
Interessant sind auch die Gruppierungen, die hinter den verschiedenen Kandidaten stehen. Teils sind es bis zu sechs Unterstützerlisten für einen Bürgermeisterkandidaten. Der Übersichtlichkeit halber sind die nominierenden Listen deshalb in dieser Grafik nicht angegeben. Interessant ist es in Lauingen und Wertingen. In Lauingen tritt Philipp Barfuß parteilos an, wird aber von SPD und Grünen unterstützt. Einst saß er für die FDP im Stadtrat. Und in Wertingen gab es im Vorfeld schon Unstimmigkeiten darüber, wer wen nominiert hat. Verena Beese tritt nämlich für die CSU an, ist aber selbst parteilos. Auch der parteilose Bernhard Uhl will vom Rathaus in Zusmarshausen ins Wertinger Rathaus wechseln und wird in seinem Bestreben von Grünen und SPD unterstützt. Es ist also reichlich kompliziert.
Viele der Kandidaten um ein Bürgermeisteramt wollen auch in den Kreistag. Dort treten sie teils wieder für andere Parteien an. So zum Beispiel Verena Beese, die dort auf der FDP-Liste steht. Uhl wiederum hat sich für die Liste der Grünen entschieden. Im Kreistag entscheidet sich, wie das Geld, das die Kommunen an den Landkreis per Umlage zahlen, verwendet wird. Viele wollen da lieber ein Wörtchen mitreden, als von der Seitenlinie aus zuzusehen.
Wie funktioniert die Bürgermeisterwahl eigentlich?
Bei der Kommunalwahl gilt es, auf verschiedenen Wahlzetteln Kreuze zu machen. Der einfachste Wahlzettel wird dabei der für die Bürgermeisterwahl sein. Darauf steht in den meisten Fällen im Landkreis nur ein Name. Doch auch beim Wählen des Bürgermeisters oder der Bürgermeisterin kann man Fehler machen. Wenn mehrere Kandidaten auf dem Zettel stehen, reicht es zum Beispiel nicht, die „unliebsamen“ Kandidaten zu streichen, sonst wird die Stimme ungültig. Wer seinen Wunschkandidaten auf den Wahlzettel schreibt, muss den oder die anderen Kandidaten übrigens nicht streichen. Laut Gesetz wird der Wählerwille allein dadurch deutlich, dass man den Namen eines oder einer anderen notiert hat. Nicht ankreuzen ist aber nicht immer eine Lösung. Steht nur ein Kandidat auf dem Zettel, wird aber nicht angekreuzt, ist die Stimme ungültig.
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