Südbayerns höchster Biber-Fachmann Gerhard Schwab hat bei einer gut besuchten Veranstaltung der Kreisgruppe des Bund Naturschutz (BN) auf das Schaffen und Erhalten von Artenvielfalt des zweitgrößten Nagetiers der Erde hingewiesen. In der Gaststätte Klosterbräu in Unterliezheim überraschte der gebürtige Lauinger mit Wahlheimat Niederbayern seine Zuhörer eine ganze Stunde lang mit interessanten Beschreibungen des streng geschützten Land- wie Wasser-Geschöpfes. Schwab, der auf die im Tierreich rekordverdächtigen 23.000 Haare pro Quadratzentimeter allein auf der Bauchseite des Bibers hinwies, gilt in der Branche selbst als mutiger Streiter für die Natur mit äußerst dickem Fell. BN-Kreisvorsitzender Dieter Leippert hatte ihn zuvor passend als „Biberguru“ vorgestellt. Denn der heute 64-Jährige regte sich bei einer Feldbegehung nahe Villenbach im Jahr 2020 über die mutwillige Zerstörung einer Biberburg ziemlich auf und drohte Konsequenzen an. Beim jüngsten Besuch in seiner Heimat verwies der Experte auf die Vulnerabilität der flussreichen Landschaft gegenüber Starkregen und schlug seinen Schützling sogar für die Kategorie künftiger Hochwasser-Schutzmaßnahmen vor.
Landkreis Dillingen
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